Sonntag, 28. Dezember 2008

"Once upon a time..." XV: Das Ende der Schmerzen

HEUTE

Mac riss seine Waffe hoch, doch bevor er abdrücken konnte, hatte Oliver schon sein ganzes Gewicht gegen ihn geworfen, so dass Mac nach hinten umfiel. Beim Aufprall auf den Boden verlor er die Waffe aus der rechten Hand, welche im hohen Bogen davon flog. Oliver stürzte mit Mac und lag nun auf ihm. Er wollte sich gerade mit dem Oberkörper aufrichten, um Mac ins Gesicht schlagen, als es Mac gelang, ihn mit seinen Armen wegzustoßen und seine Beine zwischen ihn und Oliver zu bekommen. Er preßte beide Füße gegen dessen Hüfte, und stieß ihn davon, so dass auch Oliver auf dem Rücken landete und kurz keine Luft bekam. Auch Mac spürte den Aufprall noch in seinen Rückenwirbeln, richtet sich aber so schnell er konnte wieder auf.
Als er stand, blickte er zu Oliver, der sich auch gerade wieder aufrichtete. Sie sahen sich beide in die Augen und begannen sich zu umkreisen. Ihre beider Augen funkelten. Tollwut hätte ein Tierarzt diagnostiziert. Jeder wartete auf den Angriff des anderen.

"Na komm schon! Versuch es!" Mac versuchte zu provozieren
"Ich krieg dich! Einmal werde ich dich fertig machen. Und das wird heute sein!" Aus Oliver sprach der blanke Hass.
"Nur in deinen Träumen!" Mac sprang nach vorne, täuschte mit der linken Faust einen Schlag an, schlug aber mit der rechten Faust zu. Der Schlag ging zum Teil auf Olivers Deckung, zum Teil traf er ihn unter dem linken Auge. Oliver’s Adrenalin pumpte, so dass er den Aufprall nicht wirklich wahrnahm, auch wenn sein Kopf dadurch kurz nach hinten verlagert wurde, was Mac nutzte um eine Linke nachzusetzen. Da Oliver aber einen Schritt zurückwich, war der Schlagweg zu lang, so dass Oliver den Arm mit beiden Händen ergriff, seine linke Hüfte nach vorne schob, um Mac mit dem linken Bein einen Seitentritt in den Magen zu verpassen. Mac blieb kurz die Luft weg, was Oliver nutze um mit der linken Faust schwingend ins Gesicht nachzusetzen, ohne Mac‘s Arm mit der rechten Hand loszulassen.
‚Ich hab ihn!‘ waren seine Gedanken. Und tatsächlich, Mac war sehr benommen von dem Schlag, seine Muskulatur erschlaffte kurzzeitig. Oliver setzte mit der linken Faust noch einen Nierenhaken nach, da Mac’s Deckung quasi nicht existent war. Es war kein Volltreffer, aber Mac bekam wieder kurzzeitig keine Luft. Mit dem freien rechten Arm versuchte er einen Schwinger zu setzen, doch dieser war vollkommen unkoordineirt und langsam. Oliver fiel es leicht mit seiner linken zu blocken, und aus dieser Position noch mit den Knöcheln in Mac'’ Gesicht zu schlagen, der den Schlag vollkommen widerstandslos einstecken musste. Blut schoß aus seiner Nase.

Oliver wollte schnell nachsetzen, lies Mac’s Arm endlich los und schlug mit beiden Fäusten in Mac’s Gesicht. Wieder und wieder. Wie von Sinnen landete er einen Treffer nach dem anderen. Aber Mac taumelte nur mehrere Meter rückwärts. Ohne zu fallen.
Oliver hielt kurz inne. Und schaute Mac an, der vollkommen atemlos vor ihm stand, seinen Kopf nicht gerade halten konnte und zu Boden stierte. Die letzten Treffer hatten trotzdem Wirkung gezeigt, denn nun blutet er auch aus dem Mund. Dickflüssig lief es zu Boden, klatschte dort laut hörbar auf.
"Sieh mich an" Oliver schrie!" Sieh mich verdammt noch mal an!"
Mac erhob langsam den Kopf und Oliver konnte das Ergebnis seiner Raserei bewundern. Das Gesicht. war nur noch ein Klumpen unförmiges Fleisch Dick, unförmig, blutverschmiert.
"Junge, Junge. Du hättest mehr trainieren und weniger saufen sollen! Und ich hatte schon ein wenig gezweifelt!" Oliver wusste das es vorbei war.
Nur Mac konnte sich mit dem Gedanken anscheinend nicht anfreunden. Er versuchte zu lächeln, doch sobald der Mund ein paar Zentimeter zu weit offen war, lief die Suppe wieder heraus. "Ist das schon alles?" Es war kaum zu verstehen, doch trotzdem unmißverständlich.
Es klang so erbärmlich das Oliver für eine Millisekunde so etwas wie Mitleid empfand. "Es ist fast vorbei!" Mach dich bereit für das Finale! Und es wird mir eine Freude sein..."

Er ging zwei Schritte zurück um Anlauf zu nehmen, um mehr Wucht zu bekommen. Er lief schnellen Schrittes nach vorne, schwang das recht Bein nach oben in Richtung Mac’s Kopf und traf in dort auch mit voller Wucht. Gesehen hat er den Tritt nicht, doch die Wirkung spürte er um so mehr. Er dreht sich um die eigene Achse, bevor er zuerst auf seinen Knien ankam, um anschließend auf dem Bauch zu landen, wobei viel Staub aufgewirbelt wurde. Eine Lache aus Blut bildet sich am Boden um seinen Kopf.
Doch er war nicht bewusstlos. Im Gegenteil, er versuchte sich sogar aufzurichten. Oliver konnte es nicht glauben. Er schwitze, atmete schwer und sah sich das bemitleidenswerte Schauspiel an.
"Akzeptier‘ es doch endlich! Du hast verloren. Bleib‘ liegen, und ich mach es schnell. Der alten Freundschaft willen!"
Mac höhrte nicht hin und versuchte erneut, sich aufzurichten.
"Du sturer alter Bock!" Er sprang über ihn und legte seinen rechten Arm um Mac’s Hals. Langsam zog er Mac Mac hoch, hielt ihn dabei im Würgegriff.
"Aus! Schluss! Ende!" Oliver drückte zu, so das Mac keine Luft mehr bekam. Als letztes Zeichen von Willen packte er Oliver’s Arm mit beiden Händen, allerdings ohne in Panik zu verfallen.
"Es ist gleich vorbei!" Oliver drückte noch fester zu. Und bemerkte dabei nicht, wie Mac seinen rechten Daumen ergriff und mit aller noch vorhanden Kraft entgegen der menschlichen Anatomie bog, bis er schließlich im Gelenk brach.
Ob Oliver’s Schrei ein Zeichen von Schmerz, Schock oder Wut war, wusste er selber nicht. Er schrie und das laut. Mac tauchte ab, nutze die Ablenkung. Oliver hielt sich seine Hand, und schüttelte sie, was ihn aber nicht vom Schmerz befreite.

"Ich hab dir tausendmal gesagt: Zeig dem Gegner niemals deine wahren Fähigkeiten. Du warst wirklich kein guter Schüler!"
Mac’s linkes Auge war mittlerweile zugeschwollen, das Rechte war nur noch halb geöffnet, doch er sah, was er haben wollte. Und das war Oliver rechter Arm. Er griff ihn am Handgelenk und unterhalb des Ellebogens lies sie auch nicht los, als er sich auf Olivers rücken drehte. Nun trat er seinem Gegner von hinten in die rechte Kniekehle, damit dieser auf seine Knie zusammenbrach.
Oliver versuchte den Arm zu entreißen, doch Mac schlug ihn mit seiner linken Faust kurz ins Gesicht, um die Sperre zu brechen. Der Arm löste sich, Mac griff mit der linken Hand wieder zu und streckte den Arm durch. Dann preßte er sein rechtes Knie hinter den Ellenbogen. Den Arm an sich heranziehend, schob er das Knie nach vorne.
Das Krachen der Knochen ging in Oliver’s Schmerzensschrei fast unter. Aber nur fast. Mac’s Sadismus hatte endlich Nahrung bekommen, und er lachte den schreienden Oliver aus.
"Wir wußten beide das es so enden würde! Gib es zu!"
Doch Oliver konnte nicht antworten, er konnte nichts anderes machen als sich seinem Schrei und seinen Schmerzen hinzugeben. Er tastete mit der linken Hand den verletzten Arm entlang, welcher leblos an der Schulter hinunter hing.

"Du Schwein! Du verdammte Sau!" Oliver’s Kopf explodierte, Adrenalin wurde frei gesetzt, Hass hielt ihn bei Bewußtsein. Er nahm noch mal alle Kräfte zusammen, stand auf, und sprang mit seinem ganzen Körper gegen Mac, der diese Gegenwehr nicht mehr erwartet hatte. Auch aufgrund seiner Verletzungen zu keiner schnellen Reaktion mehr fähig stand er einfach nur da, als Oliver‘s ganzes Gewicht ihn erneut vom Boden abhob. Er landete wieder auf dem Rücken, richtete aber schnell seinen Kopf auf und sah Oliver, der zwar noch stand, aber den der Sprung wohl viel Kraft gekostet hat. Das in Verbindung mit seinen Schmerzen lies ihn an einer Stelle verharren.
Mac richtete seine Oberkörper auf. Zu seinen Füßen entdeckte er etwas, wonach er schnell griff und aufstand.
"Du hast recht, alter Freund! AUS! ENDE! VORBEI!"
Oliver schaute den wieder aufgestanden Mac an und erkannte die 9mm SigSauer nicht sofort. Doch als er diese Information verarbeitet hatte, traf die erste Kugel schon seine rechte, eigentlich schon taube Schulter. Die Wucht des Aufpralls riss ihn nach hinten, und trotz des Wissens, das eigentlich nichts bringt, hob er die linke Hand schützend vor sein Gesicht. Die einzige Wirkung , die es hatte, war, das die zweite Kugel zuerst die Hand durchschlug, bevor sie seine Stirn traf. Das Gehirn wurde durchbohrt, es wurden keine Reize mehr im Körper übertragen. Zu Oliver’s Glück, denn so spürte er nicht wie die nächsten drei Kugeln in seinen Körper eindrangen, bevor er auf dem Rücken auf dem Boden landete.
Mac schoß auch noch die letzten drei Schuss, welche aber nicht mehr trafen, nach ihm. Er drückte weiter ab, selbst als der Schlitten hinten einrastete und es nur noch klickte, die Waffe leer war.
Weiter den Abzug betätigend ging er auf ihn zu, bis er neben ihm stand. Er hörte auf, tippte die Leiche noch mal mit dem Fuß an. Abgesehen von letzten Zuckungen war jegliches Leben aus diesem Körper gewichen.

Mac war erschöpft, und musste sich setzen. Er nahm die Beine in den Schneidersitz uns starrte mit den letzen Sehfähigkeiten, die ihm sein Auge noch lies, ins Leere. Er dachte an nichts, in seinem Kopf herrschte absolute Leere. Für sehr lange Zeit.
So bemerkte er auch nicht, das sich draußen immer mehr Autos vor dem Gebäude sammelten.
Er bemerkte auch nicht, das schwer bewaffnete, mit Sturmhauben versehene Polizeibeamte vom Sondereinsatzkommando, hinter ihm in die Lagerhalle stürmten, und sein Rücken mit roten Punkten von den Laserpointern der MP5 gespickt wurde.

"Polizei! Waffe runter!" brüllten sie, was Mac dazu veranlasste, sich doch langsam umzudrehen.
Er sah die Kollegen alle an, einem nach den anderen. Zwischen Zweien bahnte sich Tina plötzlich ihren Weg. Ebenfalls mit Schutzweste und Waffe im Anschlag.
Sie sah ihn fragend an. "Uns wurden Schüsse gemeldet, dann sahen wir dein Auto vor der Tür, und da... Mac, hey... hörst du mich ?." Trotz der Ansprache, hielten die SEK’ler weiterhin ihre Waffen auf Mac gerichtet.
Dieser stand langsam auf, drehte sich um und sah sie alle durch seine geschwollenen Augen an. Durch die Fenster kamen die ersten Sonnenstrahlen, die den großen Lagerraum erhellten.
Mac holte sein Ersatzmagazin aus dem Holster an seinem Gürtel hervor, lies das leere aus der Waffe gleiten und zu Boden fallen. Er füllte das neue Magazin ein und lies den Schlitten wieder nach vorne schnellen.
Die Laserpointer sammelten sich nun alle auf seiner Brust!
Mac lächelte die Kollegen an:
"OK..." Er schaute Tina tief in die Augen. "Wer ist der Nächste?"

ENDE

Dienstag, 23. Dezember 2008

Wenn's alle machen....

"Pink Floyd - Shine on crazy diamond"

... dann sollte auch ich nicht nachstehen:


In der Hoffnung, das alle Weihnachtsgeschenke gekauft sind, sie also dem vorweihnachtlichen Einkaufsstress entgangen sind und sich daher auch nicht im Großstadtgetümmel durchkämpfen müssen, wie viele andere gestern in der Frankfurter Innenstadt (was ich zum Glück nur als neutraler Beobachter miterleben durfte) und auch schon alle Vorräte für die viel zu langen Feiertage besorgt haben (was ich soeben erledigt habe; es war mehr los als an irgendwelchen Sonderangebotstagen!), wünsche ich ein

FROHES WEIHNACHTSFEST!

Mögen sie Völlerei, Zuckerüberschuß, schlechtes Wetter, und den eintretenden Geschenkeumtausch wohlbehalten überstehen.
Grüßen sie in diesem Sinne auch ihre Liebsten daheim von mir, denn auch über diese werde trotz ich Nichtkennens wachen!


In diesem Sinne
mein letzter Wille,
euer Bub' mit Brille!:-)














"Pink Floyd - Welcome to the machine"

Freitag, 19. Dezember 2008

Einführung + Zitat 1

"Bellrays - ZeroPM"

Beim "Tabula Rasa"-Machen meiner Wohunng, zu gut deutsch: Saubermachen nud aufräumen fiel mir ein alter Ordner in die Hände, in welchem ich diverse Anhänge aus diversen Mails die mir des öfteren zugeschiekt wurden.
Dabei handelt es sich um zum großen Teil um Originalzitate die an Versicherungen, Bußgeldstellen oder andere Verwaltungs- oder Ordnungsbehörden enstsendet wurden.
Für den kleinen Schmunzler zwischen durch hab ich beschlossen, diese einfach in unregelmäßigen Abständen hier zu veröffentlichen. (Warum auch nicht? Manche werden bestimmt dem einen oder anderen bekannt sein!), daher schon mal viel Spaß und ein schönes WE:

Zitat eines Versicherungskunden:
"Ich sah das traurige Gesicht langsam vorüber schweben. Dann schlug der Herr auf dem Dach meines Wagens auf!"

"Hope of the states - Static in the cities"

Sonntag, 14. Dezember 2008

Stellen sie sich vor....

"Philipp Glass - The Grid"

Stellen sie sich eine großräumige Wohnung in der Hauptstadt der schönen Wetterau vor!

Stellen sie sich vor, im nicht allzu kleinen Wohnzimmer der Hausherren/damen wird ein ca. 8 Personen starkes Pokerturnier für einen guten Zweck stattfinden!

Stellen sie sich vor, diese beiden von der Natur in Bezug auf ihr Haarpracht benachteiligten Glatzköpfe




























sitzen nebeneinander!

Stellen sie sich vor, die ersten beiden Mitspieler, die rausfliegen, sind die beiden einzigen Mädels welche mitspielen, und diese beschließen, nicht weiter zuzusehen, sondern irgendwo anders etwas trinken zu gehen!

Stellen sie sich vor, eines der Mädels, ist die Freundin des unteren Glatzkopfes!

Stellen sie sich vor, diese hat sich jetzt "hübsch" gemacht und ist nun fertig zu gehen, möchte sich aber natürlich noch von ihrem Freund verabschieden!

Stellen sie sich nun vor, wie sie dem oberen Glatzkopf die Hand auf die Schultern legt, sich zu ihm hinunterbeugt, um ihn einen Abschiedskuss zu geben!

Stellen sie sich vor, der Glatzkopf denkt sich nichts dabei, und dreht ihr ganz unbedarft den Kopf zu!

Stellen sie sich vor, wie sie nur wenige Zentimeter vor ihrem Ziel ihren Irrtum bemerkt, entsetzt die Augen aufreißt, und erschrocken und beschämt in den Flur rennt!

Stellen sie sich vor, wie die beiden Glatzköpfe, wie auch alle anderen am Tisch sich ansehen und vor Amüsement für wenige Minuten nicht das Lachen einstellen können!

Stellen sie sich das mal vor! :-)

"Phillip Glass - Prophecies"

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Und nun?

"Bliss - Muse"

Jetzt bin ich seit fast einer Woche 30!
Aber geändert hat sich nix!
Dabei stand das doch zu erwarten, da mich ja jeder, der in irgendeiner Weise gratuliert hat, daran erinnern musste.

Komischerweise haben dieselben Leute in den letzten Jahren immer gefragt, wie alt man doch werden würde. Aber den 30.en, den haben sie sich alles gemerkt.

Und daher an alle: Es ist wie immer.

"Space Dementia - Muse"

Sonntag, 7. Dezember 2008

"Once upon a time..." XIV.2: ...Wahrheit?

XIV.1

Vor 2 Jahren

"Halt dein Maul.. du willst nur deinen Arsch retten." Mac trat langsam auf ihn zu, bis er Oliver genau gegenüber stand. Er griff ihm blitzschnell unter die Jacke und zog die Waffe aus dem Schulterholster. "Seh ich das etwa richtig: Die Idioten wollten dir Handfesseln anlegen, als du noch die Waffe hattest? Stümper!"
Oliver war total perplex. Er war zu überrascht, als das er es hätte irgendwie hätte verhindern können.


Mac nahm die Waffe in die linke Hand, während er seine eigene Waffe aus seinem Holster zog. "Bevor du mich noch weiter anlügen kannst, knall ich dich jetzt ab. Ich denk mir schon was aus a la: wolltest dich mit mir treffen, ich wollte dich überreden dich zu stellen, du drehtest durch, da ich dir nicht helfen wollte und musste dich dann bei der Flucht erschiessen. Mein Gott... das wird klappen. Erst bin ich das Ziel der Ermittlungen, dann erlege ich noch den Übeltäter. Wahnsinn!" Er began zu lachen. "Und jetzt warten wir noch auf den Knalleffekt. Ich hab da noch was vorbereitet...."
"Du bist geisteskrank!" unterbrach ihn Oliver und schlug gegen die auf ihn gerichtete Waffe. Sie flog weit davon. Damit hatte er nicht gerechnet, doch er fing sich rasch und versuchte sofort mit einem Schwinger nach Oliver zu schlagen, der sich aber schon abgeduckt hatte und sein ganzes Gewicht gegen Mac warf. Dieser began rückwärts zu tippeln, während Oliver ihn weiter nach hinten schob. Mac’s Oberkörper war aber zu schnell für die Beine, so das er zu straucheln began und schließlich auf dem Rücken landete. Oliver stürzte mit und landete auf ihm. Er konnte allerdings seinen Oberkörper schnell aufrichten und schlug schnell mit beiden Fäusten nach Mac’s Kopf. Er landete harte Treffer, doch Mac war so in Rage, das die Treffer ihn zwar schmerzten, aber nicht die Kontrolle über seine Fähigkeiten verlieren ließen. Er gab Oliver mit seinem Knie einen Stoß in den Rücken, welcher ihn offenbar so überraschte, das er kurz das Schlagen einstellte, was Mac die Zeit verschaffte, mit beiden Armen nach ihm zu greifen und ihn über sich zu werfen. Oliver rollte sich purzelbaumartig ab und wollte sich gerade mit beiden Händen aufstützen, als seine rechte Hand seine Waffe spürte, welche dort auf dem Boden lag, nachdem er sie Mac aus der Hand geschlagen hatte. Er packte zu, und drehte sich um. Mac war schon aufgestanden und hechtete nach vorne um Oliver über den Haufen zu rennen, doch dieser riß die Waffe hoch und drückte ab.
Die Kugel traf Mac in der linken Brust und stoppte seinen Sprint ab. Er wurde durch die Wucht des Aufpralls nach hinten geschleudert und landete auf dem Rücken.
Er spürte wie alle Schmerzen, die ein Körper erzeugen kann sich in der Brust sammelten. Als er die Augen öffnen konnte sah er in den Lauf seiner Waffe. Oliver hatte sich über ihm aufgestellt und richtet die Waffe in Richtung von Mac‘s Kopf.
"Ich hätte noch so viele Fragen. Aber ich will die Antworten jetzt gar nicht hören. Die wirst du im Präsidium beantworten!"
"Knall mich lieber ab... Wenn ich wieder stehen kann, werde ich dich erledigen!"
Oliver schüttelte enttäuscht den Kopf. "Und schon wieder kannt du die Wahrheit nicht erkenn, obwohl sie dir mit aller Gewalt ins Gesciht springt!" In diesem Moment umklammerten zwei Hände die Waffe und entrissen sie ihm. Oliver war auf sowas nicht gefasst, und starrte die Person ungläubig an.
Katrin war irgendwie herein gekommen, ohne das einer der Beiden es mitbekommen hätte. Sie sah ihren verletzten Mann am Boden liegen, und wie Oliver die Waffe auf ihn richtete. Ohne zu überlegen rannte sie auf Oliver zu und entriß ihm die Waffe.
"Was tust du hier?" Oliver starrte sie immer noch entgeistert an. Mac nutzte die Verwirrung um sich aufzurichten. Sein Schulter schmerzte, doch konzentrierte er sich voll auf seine Frau.
"Gut gemacht Schatz!" Er lief auf sie zu, streckte die recht Hand nach ihr aus. "Gib mir die Waffe!"
In Katrin’s Gesicht war die Verständnislosigkeit abzulesen. Sie gab ihm die Waffe, und wollte ihren Mann gerade fragen was hier los ist, da durchschlug die erste Kugel ihr Herz. Zur Verwirrung gesellte sich ein Schock. Die nächste beiden Kugeln schlugen jeweils ein paar Zentimeter höher ein, so das ihr Körper nach hinten gerissen. Sie war tot, bevor sie zu Bodern gefallen war

.
"Hat sie wirklich gedacht, wenn sie mir das Leben rettet, das ich ihr dann verzeihe!" Mac richtete die Waffe sofort auf Oliver, der fassungslos die Szene betrachtete. Er atmete schwer, zum einen aus Erschöpfung, dann aus Schock zuletzt aus Angst.
"Mein Plan scheint aufzugehen." Mit ausgerichteter Waffe ging er auf Oliver zu. Er taumelte dabei leicht. Der Blutverlust in seiner Brust macht ihm zu schaffen, dazu gesellten sich die Schmerzen an seinem Kopf durch Olivers zahlreiche Schläge.
"Dein Plan? Was für ein Plan? Mein, dein und ihr Leben zu zerstören? Weil du glaubst, etwas gesehen zu haben was nie passiert ist?" Er schrie Mac an!
"Dann bleib bei deiner Version der Dinge! Und selbst wenn du die Wahrheit gesagt hast: Ändern können wir jetzt eh nichts mehr!" Er setzte wieder dieses schiefe Grinsen auf, aus dem der Wahnsinn triefte. "Was mich betrifft, sind alle Probleme gelöst. Bis auf Eines!" In diesem Moment war er nah' genug an Oliver dran, um ihm die Pistole auf die Stirn zu drücken. Der Lauf war noch warm und brannte sich leicht in die Haut.
Mac brach das rechte Knie weg, sein Wachsamkeit begann zu wanken. "Hab wohl keine Zeit mehr für einen Abschied!" Er krümmte den Abzugsfinger. Klick! Erstaunt sah er die Waffe an. Oliver, der beim Klicken nur zuckte, versuchte schnell zu reagieren. Doch bevor der Befehl vom Gehirn in seine Extremitäten übertragen werden konnte, schlug Mac ihm die Waffe mit dem Griff gegen die Schläfe. Er brach sofort bewußtlos zusammen.
Mac wurde langsam schwarz vor Augen. Als er gerade nachsehen wollte, warum die Waffe nicht losging, gab auch sein Körper nach. Die Schmerzen und Verletzungen der letzten Minuten waren zuviel für ihn, so dass auch er das Bewußtsein verlor.
Aber woher sollte er auch wissen, das die Kollegen von der Internen das Magazin leeren wollten, als sie Oliver verhaften wollten. Und dieser bei der Flucht ein halbvolles wieder in die Waffe
einführte.


FINALE FOLGT...

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Seit heute!!!

"Audioslave - Cochise"

30

"Audioslave - Show me how to live"

Samstag, 29. November 2008

Igor und ich: Eine "Igelballade"




"Ben Folds - Hiroshima"

'Boah, bin ich müde!' dachte der Nachtwächter nach dem dritten Nachtdienst in Folge, als er sich morgens gegen kurz nach 5 Uhr auf dem Weg nach Hause befand.

'Nur noch 5 Minuten, dann gibts noch ein kleines Frühstück, eine kurze Dusche und dann ab in die Heia...!" Doch da musste er seine Gedanken plötzlich für ein kurzfristiges Bremsmanöver unterbrechen. Mitten auf der Hauptverkehrsstraße von Bad Vilbel - Gronau!

Als das Fahrzeug stand, strahlten die Scheinwerfer direkt in die Augen von Igor, dem Igel.

'Boah, ist das hell!' dachte Igor, der Igel als er direkt in die strahlende Lichter dieses lauten Etwas, das gerade kurz vor ihm zum Stehen kam, blickte. "Tschuldigung! Wenn du komischer Mensch, der um diese Zeit nichts besseres zu tun hast als hier in der Gegend herumzukurven und mich zu blenden, jetzt die Güte hättest mich zu überfahren! Oder lass es auch bleiben, aber hör auf mich zu blenden!"
Igor's Stimme war allerdings so leise, das der Motor von des Nachtwächter's Automobil sie übertönte.

Etwa ein halbe Minute starrte der NW den kleinen Igel an, bevor dieser wieder den Rückzug antrat und wieder auf die Straßenseite zurücklief, von der er gerade gekommen war!

"Doofer Mensch!" stieß Igor aus, als er wieder den Bordstein erreichte. Er tappste wieder auf den Gehweg hianuf, kam allerdings nicht weit, da er direkt auf eine Mauer traf.

"Man, was wird mich die Alte fertigmachen, wenn ich wieder so spät vom Saufen zurückkomme! Und warum glotzt dieser Homo Sapiens eigentlich immer noch hierher? Und was blubbert der da eigentlich da?"

Der NW hatte mittlerweile den Motor abgestellt und die Scheibe runtergefahren. Er beobachtete den Igel, der mittlerwiele die Mauer erreichte und den Gehweg wieder herunterlief.

"Na du Igel! Hast du dich ein klein wenig verlaufen?"
"Sag mal du Trottel: Hast du jemals erlebt, das sich Mensch und Igel unterhalten können?" Igor hielt an, da die Mauer kein Ende nehmen wollte, drehte und lief die Straße wieder hoch. Immer noch beobachtet von dem wachsamen Áugen des NW's. "Siehste, ich auch nicht. Verschwinde!"

"Ich glaube, es wird Zeit für mein "Gute-Tat-des-Tages"! Hm...!" Der NW, stieg aus seinem Auto aus und lief auf Igor zu, der er ihn mißmutig beäugte.
"Was'n nun los! Fass mich ja nicht an. Ich stech zu, das verspreche ich"

Und er hielt Wort. "Au!" stieß der NW hervor, als versuchte Igor vorsichtig in die Hände zu nehmen!
"Hast Angst! Kann ich verstehen. Ich will aber verhindern das du überfahren wirst, deswegen bring ich dich da hinten in das grünbewachsene Feld."

Igor lachte sich ins kleine Fäustchen während er sich zusammenrollte. Doch nicht für lange, denn plötzlich wurde es richtig finster um ihn herum!
"Boah, ist das dunkel" dachte sich der Igel, und geriet dann doch auch noch leicht in Panik, als er plötzlich den Boden unter sich verlor.

"Puller mir jetzt ja nicht in die Jacke, verstanden?", sagte der NW, nachdem er seine Jacke über Igor geworfen hatte, damit er ihn nicht noch einmal stechen konnte. Er trug Igor in sein Auto, legte ihn auf den Beifahrersitz, sorgte dafür das das Radio lautlos blieb, als die Zündung gestartet wurde und fuhr los. "Es sind nur 50 Meter, dann ist alles vorbei!"

Igor wurde leicht panisch, verlies auf "Gedeih' und Verderb'" seine eingekugelte Deckung nicht und versuchte sich in Galgenhumor. "Meine Mutter hat mir verboten mit fremden Menschen mitzufahren!" Doch unter der Jacke verhallten seine igelischen Worte ungehört. "Wenigstens ist es warm hier!"
Doch kaum hatte er eine gemütliche Liegeposition gefunden, wurde auch schon wieder angehoben und weiterverfrachtet. "Sag meiner Alten, das sich sie liebe! Ich konnte ihr das nie sagen!" Igor ging von seinem letzten Stündlein aus, als der NW ihn wieder ablegte, nachdem er sein Auto verlassen hatte, den Igel vom Beifahrersitz nahm und ihn nun am Rand der Grünfläche zu Boden lies.
"So, mein Junge, weiter nehm ich dich nicht mit!" Der NW nahm die Jacke von ihm weg , schüttelte sie aus und ging zurück zu seinem Fahrzeug. "Machs gut, Igel."

Igor riskierte keinen Blick, blieb weiter eingekugelt, auch wenn der erdige Boden unter ihm doch recht vertraut war. 'Wer weiß was dieser Mensch noch vorhat?'

Der NW saß derwiel wieder in seinem PKW, startete den Motor und fuhr los. "So, und jetzt nur noch schlafen!"

Igor, der nach einer kurzen Ewigkeit keine Gefahr mehr witterte, kugelte sich aus, und merkte das niemand mehr da war.
"Dein Glück! Ich hätte dich zurück in die Steinzeit gestochen!" Dann schaute er sich um und trottete weiter. In freudiger Erwartung auf die Standpauke seiner Alten, die ihn zu Hause schon erwartete.

"Ben Folds - Learn to live with what you are"

Mittwoch, 26. November 2008

"Once upon a time..." XIV.1: Die ganze....

Vor 2 Jahren!

Die Großmarkthalle war schon seit geraumer Zeit leer und ungenutzt.
Mac stand mitten in diesem riesigen Raum, und welchem vor einigen Jahren noch reger Handel betrieben wurde, und wartete. Er schaute sich um, überlegte, wie lange hier wohl niemand mehr drin war, abgesehen, von ein paar Obdachlosen, die wohl ab und an hier drinnen Schutz vor Regen suchen.


Er hohlte sein Handy hervor, uns schaute nochmal bei den Nachrichten nach.
"Treffen uns gegen 04:00 Uhr heute nacht in der alten Großmarkthalle. Hab Probleme! Dringend! O."
Er schaute auf die Uhr. 4:14 Uhr. "Zu spät ist er auch noch!"
Doch da öffnete sich die Tür, und Oliver kam herein.
"Entschuldige. Ich hab erst das ganze Areal abgesucht. Wollte sicher gehen das du alleine bist und dir niemand gefolgt ist!" Er wirkte angespannt, gehetzt. Sein Puls schien zu rasen.
"Was ist los? Was hast du denn nun schon wieder angestellt?" Mac lies irgendwie jede Ernsthaftigkeit in seiner Stimme missen, was Oliver nur noch mehr erregte.
"Ich kann auf deinen Sarkasmus verzichten." Er holte wieder tief Luft um sich zu beruhigen, bevor er an fing zu erzählen. "Du wirst es nicht glauben: Die Internen standen heute bei mir im Büro. Behaupteten ich hätte irgendwelche obskuren Geldbeträge auf einem Konto. Sie zeigten mir Kontoauszüge auf meinen Namen. Von einem Konto das ich nicht kenne! Da waren Beträge drauf... über 120.000 Euro.!" Er rang um Fassung, doch hin und wieder verhaspelte er sich. "Angeblich über dunkle Kanäle auf das Konto überwiesen. Angeblich bei den Jungs von der "Organisierten Kriminalität" als Geldwaschanlagen bekannte Firmen. Ich verstehe das alles nicht."
"Und dann? Was machst du dann hier? Eigentlich würde ich vermuten, das du dich in einem Vernehmungsraum befindest und in die Mangel genommen wirst!" Die Verwunderung klang nicht sonderlich überzeugend, was Oliver in seiner Lage aber entging.
"Ich weiß es nicht!" Oliver ging in die Knie, fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare."Als sie mir die Handfesseln anlegen wollten, gingen bei mir alle Lichter aus. Da bin ich durchgedreht. Ich hab mich losgerissen, nach meiner Waffe gegriffen, die sie mir schon abgenommen hatten... und bin abgehauen. Ich muss einen von ihnen schwer verletzt haben, bin aber davon gerannt. Irgendwie hab ich es geschafft mich raus zu schmuggeln, bevor sie das Präsidium abgeriegelt haben. Und dann hab ich dich gerufen! Du mußt mir helfen!" Er sah in Mac flehend an, Tränen standen in seinen Augen, doch er fing sich recht schnell. Mac starrte nur emotionslos auf ihn hinab.
"Was schaust du mich so vorwurfsvoll an?" Oliver versuchte Mac’s Ausdruck zu Interpretieren! "Ich hab keine Ahnung was das für ein Geld ist. Ich kenne diese Firmen nicht!" Er schüttelte wieder und wieder den Kopf, schaute dabei zu Boden.


"Ich schon. Ein paar Freunde von mir haben ihre alten, eigentlich schon lange still gelegten Kontakte genutzt um das Geld auf ein getürktes Konto auf deinen Namen zu überweisen. So wollte ich sichergehen, das sie mitbekommen, woher das Geld kommt. Hat mich immerhin die Hälfte meiner Ersparnisse gekostet." Mac’s Gesicht blieb weiterhin kalt, nahezu eingefroren.
Oliver wiederrum erhob sich aus seiner Hocke und starrte Mac verständnislos an. Sein Blick zeigte Unverständnis.
"Was schaust du mich so verwirrt an? Denkst du ich hätte all mein Geld für dich geopfert?" Er grinste! "Nein, nein... alles gebe ich dann doch nicht auf!"
"Soll das heißen: Das ist dein Geld? Warum...woher...?" Er rang nach Worten, sein Kopf schien beim Verarbeiten dieser Informationen förmlich zu explodieren!
"Naja, wie gesagt: die Hälfte der Ersparnisse, die ich in den letzten Jahren für ein paar gute Tipps kassiert habe. Dafür bekam ich ein paar Informationen über die Konkurrenz und hab meine Festnahmen gemacht, welche mich in meinem zarten Alter bald zum Komissariatsleiter machen werden! Alles für die Karriere und ein abbezahltes Haus." Er zwinkerte Oliver zu als sei das alles ein riesen Spaß.


"Was hat... ich meine wieso...wer...?" Oliver hat sich immer noch nicht gefangen, und hatte Mühe das gerade Gehörte sinnhaft erscheinen zu lassen.
"Du willst wissen von wem? Von allen. Ich hab mich von den Russen, den Italienern, den Deutschen, von allen schmieren lassen. Und dafür gaben sie mir noch Tipps über irgendwelche Emporkömmlinge, die das Geschäft bedrohen. War gar nicht einfach, da nicht in Interessenskonflikte zu kommen!"
Oliver starrte in weiter fassungslos an.


Mac erzählte weiter: "Du willst wissen wie lange? Schon lange bevor ich dich kannte. Ich wollte dich eigentlich mit einbeziehen. Hab‘s mir aber anders überlegt!" Mac’s überhebliche, arrogante Stimme nagte an Oliver’s Nervenkostüm
"Und du willst wahrscheinlich wissen warum? Nun ja, nachdem dich die Interne schon zur Vernehmung vorgeladen hatten, wusste ich das sie eine Spur zu mir haben müssen. Ich musste den Verdacht auf jemand anderen lenken. Das sie neue Erkentnisse hatten, wie du mir so schön mitgeteilt hast, wusste ich die Zeit wird eng. Und da du mit meiner Frau schläfst, war die Wahl für einen Sündenbock doch ganz leicht. Passte gut!"
"Ich mache was?" Diese Aussage übersteigerte Oliver’s Fassungsvermögen.
Mac tat überrascht. "Ich hätte es dir jetzt fast abgekauft! Heimliche Telefonate. Heimliche Treffen. Wäre da nicht einmal dieser Drecks-Lkw gewesen, ich hätte euch wahrscheinlich beim Vögeln erwischt." Mac verlor langsam seine Beherrschung, seine Stimme klang nicht mehr ruhig, sondern laut und erregt. Ein Vulkan, kurz vor dem Ausbruch!


Oliver begriff immer noch nicht. "Du glaubst... ich und Kathrin..." Er schaute nach rechts und versuchte zu begreifen. Er wollte erklären, sich rechtfertigen! Obwohl er nicht so recht wusste wofür. "Ich hab mit ihr gesprochen, ich hab mich mir ihr getroffen... du hast uns überwacht?" die Gedanken in seinm Kopf schlugen Purzelbäume. "Ich hab mich mit ihr getroffen, weil ich mir Sorgen wegen dir gemacht habe. Wegen der Ermittlungen. Ich wollte deine Frau darauf hinweisen, weil ich wusste das es dich belasten wird und du ihr nicht erzählen wirst was los ist. Ich wollte das sie versteht. Aber es wurde immer schlimmer mit dir. Seit.... ja seit ich dir von der Vorladung zum Termin erzählt habe...."
"Quatsch nicht rum, da habt ihr euch schon lange genug getroffen, gibs doch einfach zu. Da hab ich es nur erst mitbekommen. Warum lässt du dein Handy auch bei voller Lautsärke in deiner Tasche liegen. Ich dachte, du hättest etwas bei mir gelernt!"
"Soll das heißen, du willst mein Leben und meine Karriere zerstören, wegen eines Mißverständnisses, das man mit einer einfachen Frag hätte aus der Welt schaffen könne. Weil deine Frau und dein bester Freund sich Sorgen um dich gemacht haben?" Oliver wurde wütend, sein Stimme fester. Er begriff, wenn auch langsam. "Nur weil du dir irgendwelchen Mist eingeredet hast, verzweifelte Kathrin immer mehr. Und wurdest unzugänglich. Deswegen traf sie sich mit mir. Sie wollte nur wissen was los ist. Von dir erhielt sie keine Antwort!"


FORTSETZUNG (in dieser Zeitepoche) FOLGT....

Donnerstag, 20. November 2008

Kung Fu Pa... äh... Baby

"Selig - Glaub mir"

"Du labberst mich an?" :-)



"Selig - Ja"

Montag, 17. November 2008

"Once upon a time..." XIII: Eine tote Frau, zwei zerlegte Karrieren, drei zerstörte Leben

03:55 Uhr!
Es war stockfinster, nur die in der Ferne zu sehenden, einsamen Straßenlaternen zeugten von Leben in diesem Teil der Stadt. Die alte, verlassene Großmarkthalle war immer noch in demselben verwahrlosten Zustand wie vor zwei Jahren, als sie Mac auf einer Trage von Sanitätern getragen verlassen hatte. An eben jenem Morgen vor jetzt gut zwei Jahren.

"Who wants to live forever" fragte ihn Freddie Mercury gerade aus den Boxen seines Autoradios. Die Zigarette in seinem Mund war fast aufgeraucht. 2 Päckchen hatte er seit dem Mittag im Cafe aufgeraucht. 'Das passiert, wenn man mit dem Trinken aufhört!'

Er stand seit fast zwei Stunden hier. Nach dem er im "Tacito’s" noch etwas gegessen hatte, fuhr er noch zum Friedhof um ein paar Blumen auf Kathrin’s Grab zu hinterlegen. Er redete nicht mit ihr. Seit der Halluzination mit dem Foto hatte er Angst das sie antworten könnte. Auch entschuldigen konnte er sich nicht dafür, das er ihr Grab hat doch sehr verkommen lassen. Er starrte es nur eine halbe Stunde lang an und verschwand dann wieder, fuhr ziellos durch die Stadt. Bis eben gegen kurz vor zwei, als er sich vor der Halle aufstellte um zu warten.

03:58 Uhr.
Er zog den Zündschlüssel aus der Zündung und stieg aus. Er zog seine Waffe aus dem Holster und lies das Magazin herausfallen. Den Schlitten zog er ebenfalls zurück, die dabei herausfallende Kugel aus dem Lauf fing er in der Luft und fügte sie wieder dem Magazin zu. Er pustete in das Rohr, sah noch mal hinein, ob es sauber war und nichts die Flugbahn der bald austetenden Kugel aufhalten würde. Dann schob er das Magazin wieder ein, lies den Schlitten wieder nach vorne schnellen, lud sie durch und steckte sie wieder ins sein Gürtelholster.
Seine Augen "scannten" nochmal das Gelände ab, ob Oliver schon irgendwo zu sehen war, aber vergeblich. Also ging er auf die Seiteneingangstür zu um sich schonmal drinnen zu postieren. Er atmete nochmal tief durch und öffnete dann die Tür.


04:00 Uhr.
"Du bist pünktlich!" Olivers Stimme in der Dunkelheit.
Mac war überrascht, kam aber erst hinein und schloss die Tür. Sein Augen suchten in der Dunkelheit nach ihm. Allerdings erfolglos. Doch da wurde es plötzlich hell. Mehrere noch oder wenigstens noch halbwegs funktionierende Stablampem an der Decke erleuchteten den Raum noch ein wenig.
Oliver stand schräg von Mac auf der anderen Seite der Halle, neben dem Sicherungskasten
"Soll das heißen, du warst die ganze Zeit hier, obwohl du wußtest das ich draußen sitze?" Mac versuchte seine Überraschung zu verbergen, bis eben dachte er, das er es wäre, der die "Ruhe weg" hat. Er holte eine Zigarette und das alte "Zippo" hervor. Die Antwort interessierte ihn eigentlich überhaupt nicht.
"Kennst du das Ding noch? War ein Geschenk meines ehemals besten Freundes!" Oliver rührte sich nicht. "Schönen Tag gehabt? Hier in deiner schönen Halle?"


Oliver schlenderte langsam in die Mitte der Halle, fixierte dabei Mac, der immer noch vor der Tür stand und sich vorerst noch nicht bewegt hatte. "Was hast du gedacht wo ich mich rumtreibe? Ich werde gesucht... denkst du, da renn ich da draußen rum und riskiere geschnappt zu werden, bevor ich dir das Herz rausgerissen habe?"
"Du hast Recht, da hätte ich selber drauf kommen können!" Mac hatte sich gefasst, und lief langsam auf Oliver zu. "Wie dumm von mir!" Er zwang sich zu einem Grinsen.
"Ich würde dich ja fragen, was du die letzten 2 Jahre so getrieben hast... aber ehrlich gesagt: Es interessiert mich nicht! Ganz und gar nicht! Wichtig ist, das du hier bist!"
"Dafür weiß ich was du die letzten beiden Jahre getrieben hast! Also der Höhepunkt deiner Show ist wirklich diese Alkoholikernummer. Ausgerechnet du... das die dir das abnehmen! Ausgerechnet du und saufen...."
Mittlerweile erreichten beide das Zentrum der Halle und standen nur noch zwei Armlängen von einander entfernt.
"Hab ich dir zu verdanken."
"Natürlich! Wem sonst? Ich bin ja allem Unglück schuld!" Oliver wirkte nun ein wenig genervt!
"Dank der Kugel die du mir verpaßt hast musste ich Schmerztabletten schlucken. Und die gingen besser zu runter mit Whiskey. Und irgendwann brauchte ich zwar keine Tabletten mehr, aber der Whiskey... der blieb!" Ein sarkastisches Lächeln. "Es hat mir aber nur die Karriere versaut, ich hab den Chefposten nicht bekommen. Man sagte mir, ich hätte von deinen Verfehlungen wissen müssen. war ja schließlich dein Ausbilder. Irgendwie hat alles nicht so geklappt wie es sollte."
"Das hab ich gemerkt, du Schwein! Du hast irgendwie überhaupt nix auf die Reihe bekommen!"
Jetzt wurde Mac doch langsam wütend. "Hättet ihr beide von vorne herein reinen Wein eingeschenkt, es wäre nie soweit gekommen!"
"Was soll die Scheiße?? Es war deine vollkommen unbegründete Eifersucht. Hättest du nur ein einziges Mal was gesagt, wir hätten einen Ausweg gefunden. Aber in deinem kranken Hirn war alles schon verloren. Du hast vollkommen die Kontrolle über dich verloren und uns alle mit in den Abgrund gerissen. Und wofür?? Für Nichts! Nur für deine blühende Fantasie."
Mac fing an zu schreien. "Halt’s Maul. Alles was geschehen ist, hat bei dir seine Wurzeln. Hättest du die Finger von meiner Frau gelassen, wäre sie noch am Leben und wir beide noch Partner." Er lief vor Wut rot an und deutete mit dem Finger auf ihn.
"Zum allerletzten Mal, bevor ich dir deinen Wahn in den Arsch schiebe: Ich hatte nichts mit ihr. Du glaubst wohl mittlerweile die ganze Legende die du aufgebaut hast. Du hast es wohl so oft erzählt, das du selbst dran glaubst, oder was?" Auch Oliver sprach nicht mehr, er brüllte, überschlug sich beinahe
"Ich habe getan was ich tun musste!"
"Und warum?" Oliver riss die Augen weit auf. "Was musstest du tun, das das alles hier rechtfertigt. Zieh doch mal Bilanz. Wir haben eine tote Frau, zwei zerlegte Karrieren, drei zerstörte Leben... und alles nur weil du Paranoia hast!"
"Du bist Schuld das sie Tot ist!" Mac zog seine Waffe aus dem Holster, lies den Arm aber hängen. Er war noch nicht bereit
Oliver platzte der Kragen: "Jetzt reichts..." und rannte auf Mac los....


FORTSETZUNG FOLGT...

Dienstag, 11. November 2008

Ich hab's getan!

"Within temptation - Mother Earth"

















Ich hab den Kampf gegen den Haarausfall aufgegeben!

"Martin Kesici - Losing Game"

Freitag, 7. November 2008

"Once upon a time..." XII: Die Aufklärung

Vor 2 Jahren

Er öffnete seine Augen, doch wirklich was sehen konnte er nicht. Alles war verschwommen, vernebelt.
Mac versuchte seinen kopf zu bewegen. Nur langsam gelang es ihm, nach links zu blicken. Dort, von wo die Helligkeit den Raum erfüllte.
Er hörte in den Raum hinein.. Es piepte etwas. Er wußte nicht was. Seine Arme, sein ganzer Oberkörper und seine Beine waren taub. Er versuchte zu sprechen, aber außer einem bemühten Krächzen bekam er nichts heraus. In seinem Kopf machte sich Panik breit. Panik, die in immer wieder aufstehen lassen wollte, um davon zu laufen. Nur wohin. Er wußte nicht mal wo er war. Geschweige denn wo hin. Und vor allem wie er hier hergekommen war.


Er versuchte sich zu erinnern, was passiert war. Alles war verschwommen, oder nur fragmentarisch. Er sah Oliver, Kathrin, hörte Schüße, Blut... aber es ergab keinen Sinn.
Er versuchte sich an den Kopf zu fassen, schaffte es nicht mal die Hand zu heben. Und unter all dem tauben Gefühl war noch etwas. Ein Schmerz in der rechten Brust. Er war dumpf, fühlte sich ganz weit weg an.
‚Was ist hier los?‘
In diesem Moment stand plötzlich eine junge, etwas kräftigere Frau vor ihm. Sie war in weiß gekleidet, das konnte er noch erkennen. Sie hatte etwas in der Hand, was durch seinen Schleier wie eine Spritze wirkte. Sie führte es in einen Schlauch oder so etwas ein. Dann wurde es wieder dunkel und er verlor das Bewustsein.


Er wußte nicht wie lange er schlief, doch als er erwachte war es immer noch (oder auch schon wieder) hell. Er sah nun viel klarer, wirkte nicht so benebelt. Er erkannte nun weiße Wände, er sah eine Bildschirm, von dem ein Kabel zu seiner Brust führte. Ein Piepen war in rhytmischer Folge zu hören.
Seinen Kopf konnte er jetzt auch etwas besser bewegen, doch von der Schulter abwärts war immer noch keine Bewegung möglich.
"Na endlich, Langschläfer!" Eine vertraute, weibliche Stimme. Er dreht seinen Kopf und konnte in einer Ecke Tina erblicken. Sie kam langsam auf Mac zu, der trotz allem versuchte, sich ein seinem Bett aufzurichten.
"Bleib liegen! Ruh‘ dich aus! Hast genug hinter dir!"
Er sah sie an. Er versuchte wieder in seinen Erinnerungen zu kramen. Doch mehr als nur Erinnerungsfetzen konnte er nicht finden.


"Was ist hier los? Wo ist Kathrin? Was ist mit Oliver.? Warum bin ich hier?..." Er geriet leicht in Rage, da er nicht sofort Antworten auf seine Fragen erhielt!
"Beruhige dich! Der Arzt hat mir gesagt, das du wohl ein paar Lücken haben wirst!" Sie hohlte tief Luft...

"...erzhäl mir gottverdammt nochmal alles!" furh er sie auch schon an. Kraft füllte langsam seinen Körper!
"Okay... Ich geb dir den momentanen Stand der Ermittlungen, obwohl es mich den Kopf kosten kann!"
"Ich kenn‘ das Protokoll! Lass mich damit in Ruhe. Wie lange liege ich eigentlich schon hier?"
"Etwas mehr als eine Woche."
Damit hatte er nicht gerechnet. Eine Woche! Er starrte stur geradeaus und versuchte sich wieder zu erinnern. Immer neuer Erinnerungsfetzen kehrten zurück, doch ergaben sie immer noch kein Ganzes.
"Wir haben dich in der alten, verlassenen Großmarkthalle im Ostend gefunden. Ein Jogger auf der Hanauer Landstraße hatte einen Wagen davonfahren sehen, welcher sich im Schlingerkurs davon bewegt hat. Das kam ihm komisch vor, und als er etwas näher ran ist, sah er ein Blutspur. Er rief die Kollegen von der Schutzpolizei, welche dich dann in der Halle gefunden haben. Der RTW hat dich sofort hierhergebracht, die Not-OP hat dir den Hals gerettet."
"Ich erinnere mich das ich mich mit Oliver dort getroffen hatte. Er wollte sich irgendwo in aller Ruhe treffen. Er hatte Ärger am Hals, sagte er. Den hatte er wirklich. Wußtest du, das dieses Schwein was mit Kathin hatte? Wo ist dieses Miststück überhaupt?"
"Wir haben ein paar Indizien dafür gefunden, als wir sein Haus auf den Kopf gestellt haben und seine Telfonsverbindungen überprüften. Er hat erstaunlich oft mit ihr telefoniert, das fiel uns auf. Aber er hatte noch ganz andere Probleme!" Tina umging das Thema so ungeschickt, das es Mac ja erst recht auffallen musste.
"Wo ist sie?" Seine Stimme klang zorniger, energischer.
Sie schluckte. "Du kannst dich also nicht daran erinnern?"
"Sprich endlich!"
"Sie ist tot! Drei Kugeln in die Brust, aus nächster Nähe. Es tut mir leid..."
Mac war den Tränen nah, doch er riss sich zusammen. "Erzähl mir alles was ihr wißt!"
Erinnerungsschübe durchfuhren Mac’s Gehirn, fügten sich langsam zusammen.
"Du brauchst eine Pause. Ich komme morgen wie...."
"Ich sagte jetzt!" Er kniff die Augen zusammen, sein Stimme wurde zu einem Flüstern. Wenn er nicht ans Bett gefesselt wäre, hätte man Angst vor ihm bekommen können.
"Bist du sicher? Der Arzt meinte, wir sollen eigentlich jede Aufregung vermeiden."
Er antwortete nicht, sah sie nur weiterhin an.
"Ok, wie du willst. Woran erinnerst du dich noch?
Mac dachte nach. "Er war auf der Flucht. Deshalb der abgelegene Ort. Nur wovor....!"
"Vor den Kollegen der Internen. Du weißt ja, das sie an dir dran waren, aber natürlich nichts finden konnten. Die typische Überprüfung vor deiner Beförderung.!"
"Ja ich weiß. Das übliche... und dann. Er war ganz fertig, ich erinnere...." Mac stockte. In seinem Kopf machte es "Peng" Mit einem mal, war der ganze Abend wieder da. Ungeordnet, aber vollständig.
"Was ist?" fragte Tina, der das Stocken natürlich nicht entging.
"Das Schwein hat sie um.... !" Er erschrak. Er schüttelte den kopf und sagte zu Tina: "Nichts, erzähl weiter. Langsam wird ein Bild draus!"


Tina zuckte mit den Achseln. "Du hattest deinen freien Tag, deswegen hast du nichts mitbekommen. Die Kollegen Wolf und Köster von Abteilung V suchten letzte Woche nach ihm. Es wurden natürlich auch wir alle einer oberflächlichen Untersuchung unterzogen, ob dir jemand hilft, was zu verbergen. Du kennst das Spiel ja. Nun ja, und dabei sind sie auf Bankonten gestoßen, welche Beträge in sechstselliger Höhe aufwiesen. Bei der Rückverfolgung ist man dann auf ihn gestossen. Das Geld stammt aus dubiosen Kanälen, die zu ein paar Scheinfirmen führten. Kurz: Schmiergelder. Wahrscheinlich hat er hin und wieder mal ein paar Tipps gegeben. Ist dir da mal irgendwann was aufgefallen?"
"Nein! Ich hatte andere Problem mit ihm, wie ich schon erwähnte.!"
"Ok, das glaub ich gern. Wie bist du denn dahinter gekommen?"
"Ist das jetzt wichtig? Erzähl weiter!"
"Na gut. Wolf und Köster besuchten ihn an deinem freien Tag letzte Woche in seinem Büro, und erklärten ihm was Sache ist. Er stritt ab, geriet völlig aus dem Häuschen. Er verlangte auch nach dir, um mit dir zu sprechen. Das verwährten sie ihm natürlich, deine Ermittlungen liefen natürlich noch, daher kein kontakt, blabla. Er solle sich lieber um sich selbst sorgen. Was er auch tat. Als sie ihm die Handfesseln anlegen wollte, überwältigte er sie und haute ab. Keiner weiß, wie er es aus dem Präsidium rausgeschafft hatte. Wolf und Köster sind stinksauer... naja, Oliver hat ihnen auch übel mitgespielt. Von da an nur noch Vermutungen."


Mac hörte aufmerksam zu, während Tina die Geschichte zusammenzufügen.
"Er hat sich dann wohl mit dir getroffen. Zwischen euch kam es zum Streit, an dessen Ende Kathrin tot war, du schwer verletzt am Boden lagst. Ihm scheinst du aber auch was mitgegeben zu haben, denn wir fanden eine Blutspur auf den Parkplatz vor der Halle. Wir hoffen natürlich, das du da etwas Licht ins Dunkle bringen kannst."


Mac schwieg erstmal für eine lange Zeit. Später erzählte er Tina was vorgefallen war.
"Er wollte sich mit mir treffen, da er Ärger hätte und er etwas Dummes angestellt hätte. Ich dachte, er wolle mir jetzt endlich seine Affäre beichten, also packte ich Kathrin ins Auto um die Sache zu klären. Von der Sache mit der Internen wusste ich ja nichts. Er kam dort dann auch gar nicht dazu, mir was dazu zu sagen, denn ich machte den Beiden gleich vorhalte, das ich alles wüsste. Es kam natürlich zum Streit, in den sich auch Kathrin einmischte. Sie begriffen nicht, woher ich es wusste. Dann wollte Kathrin mir weißmachen, das es vorbei sei, was Oliver nur noch wütender machte. Er zog eine Waffe und schoß auf sie. Ich ging auf ihn los, wir kämpften, doch irgendwann schnappte er wieder seine Waffe und schoß auch auf mich. Warum er es nicht zu Ende brachte weiß ich nicht, und dann bin ich hier aufgewacht."


"Du weißt, das du alles noch in detaillierter Form zu Protokoll geben musst!" Tina setzte das Dienstgesicht auf.
"Jaja... sag mir aber jetzt lieber, wo das Schwein sitzt, damit ich weiß, wo ich hin muss um ihm die Eingeweide herauszureißen!"
"Ich dachte du hättest es mittlerweile verstanden" Sie sah ihn durchdringend an. "Er ist entkommen! Es gibt keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort!"


FORTSETZUNG FOLGT...

Montag, 3. November 2008

Hirschhausen.com

"AppolloFourForty - Krupa"

Wenn Freunde einem dazu raten, mal einfach irgendwohin mitzugehen, was man eigentlich nicht kennt, ist es doch meist (nicht immer!!!) auch so, dass man aufgrund nicht vorhandener Erwartungen doch nur positiv überrascht werden.

So geschehen letzten Donnerstag in Gießen, als ich mit diversen guten Freunden (unter Ihnen wie so oft der Scheibster und der Träger des Lichts) Dr. Eckart von Hirschausens Auftritt aufsuchte, nicht so genau wissend was da auf mich zukommt.

Es sollte sich um einen Comedian/Kabarettisten handeln!
Schön!
Der im realen Leben studierter Arzt ist/war!
Okay!
Was macht man da?
Wenn's gut läuft sitzen und lachen!
Auch gut, nur stand ich jetzt vor dem Problem, ob ich mich vorher schon mal auf die Suche nach etwas auf digitalen Datenträgern und im Internet verbreiteten Videos machen sollte, um mal zu sehen, was der da so macht, oder soll ich es einfach mal lassen und gänzlich unvoreingenommen da ran gehen. Die Karte ist je bereits erworben, ein zurück gibt es nicht mehr.

Ich entschied mich für den Mittelweg und sah mir mal einen kurzen Abschnitt (youtube sei dank!) an. Welcher durchaus Appetit auf mehr machte.

Und enttäuscht wurde ich auch nicht!
Nicht so auf die schnelle, brachialen Lacher aus wie die Kollegen Mittermaier oder Barth, (welche ich auch schon beide live erleben durfte und wo ich mich auch hervorragend unterhalten habe!), eher leiser, sprachlich deutlich ausgewogener.
Was er auch dazu nutzte ein kleines bißchen Lebenshilfe zu leisten, was wohl seinem (zumindest sehr glaubhaft dargestellten) Gutmenschentum zu verdanken ist. Doch selbst diese kleinen "Klugscheißereien" (z. Bsp. aufhören sich mit anderen zu vergleichen, akzeptieren wer man ist!) fügten sich nahtlos in das humoristische Gesamtkonzept ein.

Der Großteil der Witze basiert natürlich auf Hirschausens früheres Berufsleben als Arzt, was auch sehr überzeugend wirkte, da er da ja auch weiß, wovon er spricht. (Tatsächlich hat er nachmittag des Tages sogar noch einen Vortrag in der dortigen Uni gehalten!)

Fazit: Ab und an darf man darauf hören was Freunde empfehlen.
Trotzdem ärgere ich mich zu Tode, das ich an diesem Donnerstag wegen Arbiet nicht zu Jürgen von der Lippe gehen kann. Den Grandseigniuer der Zoten hätte ich gerne mal live erlebt.



"ApolloFourForty - Cold rock the mic"

Sonntag, 26. Oktober 2008

"Once upon a time..." XI: Der Termin

Heute

Mac saß im "Tacitos".
Er hatte beschlossen den Rest des Tages nüchtern zu bleiben und trank eine Cola light mit Eiswürfeln darin. Sein Handy lag neben ihm auf dem Tisch. Er zweifelte nicht im geringsten daran, das Oliver die Nummer noch hatte und es bald klingen würde.


Sein Blick schweifte durch den Raum, er beobachtete die anderen Gäste, wie sie dort saßen und sich unterhielten. Zum Zuhören fehlte ihm allerdings die Konzentrationsfähigkeit.
Seine Augen wanderten langsam nach draußen durch das große Fenster. DAS große Fenster, durch das er die beiden damals beobachtete. Er sah auf die andere Straßenseite, zu der Ecke, hinter der er sich vor 2 Jahren versteckte. Versteckte und beobachtete.
Gedankenverloren tastete er die Lederjacke ab, welche er nicht ausgezogen hatte. "Du blödes Arschloch! Das war meine Lieblingsjacke!" flüsterte er, als er das Einschussloch gefunden hatte. Er grinste schief und schüttelte den Kopf.


Er sah wieder auf den Tisch und die vor ihm liegende Akte. Die "Ermittlungsakte OLIVER SPIEGLER" Er hatte sie beim Verlassen des Polizeipräsidiums noch schnell aus der Aktensammlung gefischt.
Er hatte sie bereits zweimal durchgeblättert, sich auf den vermeintlich neusten Stand gebracht. Zu seiner eigenen Ernüchterung musste er allerdings feststellen, das sein eigener neuester Stand deutlich aktueller war als der der Ermittlungsakte. "Enttäuschende Arbeit, Jungs!" Er hoffte etwas über die letzten zwei Jahre herausfinden zu können, was er nicht schon erfragt hatte. Wie oft war er bei den Jungs vom K11 aufgeschlagen und hatte nachgefragt ob sie etwas neues Wissen? Zumindest im ersten Jahr. Dann zerstörte der Alkohol sein Interesse.
Er hatte immer das Gefühl, das sie ihm etwas verheimlichen, um ihn nicht belasten oder auch um zu verhindern, das er sich zu sehr in die Ermittlungen einmischt. Doch nun musste er erkennen, das sie wirklich nichts erreicht hatten. Oliver hatte es wirklich geschafft, die ganzen zwei Jahre in der Versenkung zu verschwinden. "Genau wie der arme Praktikant bei K11, der jetzt ein klein wenig Ärger hat, da er diese doch immanent wichtige Akte verloren hat. "
Aber ansonsten war die Akte vollständig. Seine Abschlussnoten nach dem Studium, seine Ergebnisse auf der Schießbahn, sein Werdegang innerhalb der "Firma", Auflistungen von Verwandten, Freunden, Vernehmungen, Fotos, Kontoauszüge....


Die Zahlen auf den Kontoauszügen waren verflucht hoch. Auch die Wege, auf denen das Geld auf seinem Konto landete wurden nachvollzogen, und es stellte sich im Laufe der Ermittlungen heraus, das er Gelder aus den verschiedensten und auch dubiosesten Bereichen überwiesen bekam. Und je weiter man forschte, desto klarer wurde, das es letztlich doch immer dieselbe Quelle war. "Ein Verräter auf doppelter Ebene! Wie tief du doch gesunken warst!" Mac grinste immer noch schief und resignierend.
Er blätterte weiter und stieß auf die Foto’s aus der Großmarkthalle. Bilder von Außen, von Innen, von auf dem Boden liegenden Patronenhülsen. Bilder einen toten Frau. Bilder von Kathrin.
Mac sah sich ihr Gesicht an. ‚Sie war schön, wunderschön!‘ Es war ein Foto ihres Gesichtes, mit offenen Augen. Er drehte das Blatt, bis es wirkte als würde sie ihn ansehen. Anklagend. ‚Wie konnte es soweit kommen?‘
‚Weil du es soweit hast kommen lassen!‘ Ihr Augen blinzelten ihn an, ihre Lippen bewegten sich. Vor Schreck lies er die Akte fallen. Er war verstört, schlug sich mit der rechten Hand gegen den Kopf. Er trank einen Schluck und versuchte seinen Puls zu beruhigen.
Die Akte lag auf dem Boden, immer noch auf der selben Seite aufgeschlagen. Kathrin sah zu ihm hinauf, allerdings sprach sie nicht mehr. "Ich halluziniere... jetzt auch schon in nüchternem Zustand!"

Er schüttelte den Kopf, hob die Akte auf und legte sie wieder auf den Tisch, als sein Handy plötzlich klingelte.
Es tat wie immer in der Seele weh, Roger Daltrey beim Intonieren von "Love Reig’o’me" zu unterbrechen. Er klappte das Handy auf...


"Deine Nummer hat sich also nicht geändert!?" Kein Vorgeplänkel, keine Begrüßung. Oliver ging gleich in die Vollen.
"Manche Dinge, sowie auch manche Menschen ändern sich nie!" Mac versuchte im Fokus zu bleiben, sein Konzentration zu bündeln.
Oliver ging nicht darauf ein. "Ich hoffe doch, das wir hier unter uns sprechen?"
"Damit mir jemand nochmal dazwischen funkt, wenn ich dir den Hals umdrehe? Keine Chance. Du gehörst mir allein." Mac flüsterte nur halbherzig, ob ihn jemand hört war ihm eigentlich auch vollkommen egal.
"Ah, versthe... du willst auf Nummer "Sicher" gehen! Das will ich auch!"
"Schön. Also wann und wo?"
"Moment, moment.... Ich hoffe du trinkst keinen Alkohol mehr heute. Deine Fahne war nicht zu ertragen. Und du hattest Probleme mit einem gefesselten Mann. Das wäre dir früher nicht passiert. Ich frage mich, warum ich mich die letzten Jahre auf dich vorbereitet habe." Der Hohn war nicht zu überhören.
Mac verlor langsam die Beherrschung. "Selbst wenn ich komatös am Boden liege, könnte ich dich in Stücke reißen."
"Sehr schön. Dein Kampfgeist ist immer noch ungebrochen. Sehr schön. Da freue ich mich doch auf unsere Zusammenkunft !"
Mac entspannte sich. Er erkannte die Anspielung auf seinen Lieblingsfilm. "Richtig! Es kann nur einen geben!"
"Ganz genau. Es wird langsam zeit, das ich dir zurückzahle was du mir angetan hast." Auch Oliver erreicht mittlerweile seinen Siedepunkt, sein Beherrschung wankte!
"Du gibst mir die Schuld für deine Verfehlungen? Armselig." Mac fühlte "Oberwasser".
"Ich merke schon, wir kommen nicht weit hier. 04:00 Uhr. Dann kannst du dich noch ein wenig ausruhen. Ich will dich in Topform und nüchtern. Den Ort muss ich dir nicht erklären, oder? Die Halle steht immer noch leer."
"Es stimmt also. Es zieht den Täter immer wieder an den Tatort zurück!" Er wollte ihn aus der Reserve locken, ihm seine Ruhe nehmen.
"Halt’s Maul!" ... und es schien zu funktionieren..."Sei einfach da!"
"Wie könnte ich das verpassen?" Mac began ihn zu verhöhnen, doch Oliver legte auf.


Mac war zufrieden. Es lief besser als erhofft. Er hatte seinen Panzer etwas gebrochen. ‚Das könnte heute nacht noch interessant werden‘ war er sich sicher.
Er trank seine Cola leer, bezahlte, klemmte sich die Akte unter den Arm und macht sich auf den Weg zu seinem Auto, welches er im Parkhaus abgestellt hatte.
Im Fahrzeug zog er seine Waffe und die Magazine und überprüfte diese. Alles in Ordnung.
Er klappte noch mal die Akte auf und blätterte sie durch. Bei Kathrins Bildern hielt er wieder inne.
"Tja, Kleines. Klingt nach Finale!" Dieses Mal antwortete sie nicht.


FORTSETZUNG FOLGT....

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Meldung

"Atomic Rooster - Head in the sky"

Ich weiß, hier geschieht momentan nicht allzuviel, und bevor ich mich in ellenlangen Ergüssen darüber auslasse warum das so ist, packe ich es lieber in ein paar kurzen Worten zusammen:

- massig Überstunden
- trotzdem wenig erzählenswertes passiert
- durch Stress auch sehr eingeschränkte Kreativität
- Vorbereitung auf baldige berufliche Veränderungen
- kleine Schreiblockade

Daher auch (höchstwahrscheinlich auch die nächsten 2 - 3 Wochen auch weiterhin nur Kurz- und Bündiges!
Denn wenn ich jetzt aml ein - zwei Wochen pausieren würde, dann würden ganz schnell ein paar Monate daraus werden, und dafür schreib ich dann doch eigentlich etwas zu gern:-)

"Deep Purple - No one came"

Sonntag, 19. Oktober 2008

Strange

"Sting - Fields of gold"

"Sitzen zwei Kühe auf einer Hochspannungsleitung und stricken ein U-boot.
Kommt pötzlich ein fliegendes Pferd vorbei und sagt: Sache gibts!"

"Sting - Fields of gold"

Mittwoch, 15. Oktober 2008

"Once upon a time..." X: Die Innenstadt


Vor Zwei Jahren....

Oliver schaute nochmal auf den Ausdruck in seiner Hand. Die Wegbeschreibung aus dem Internet war eigentlich sehr genau, nur berücksichtigte sie nicht die derzeit überhand nehmenden Baustellen, welche die Fahrten durch die Frankfurter Innenstadt zu einem Abenteuer machten.

"Klasse, auch eine Art seinen freien Tag zu verbringen!"
Größere Aktionen standen in naher Zukunft nicht an, Überstunden hatte er genug zum Abbauen, so das es auch keine Probleme bereitete sich mal von der Arbeit fern zu halten.
‚Hatte Mac etwas mitbekommen?‘ fragt er sich selbst. ‚Er verhielt sich so sonderbar gestern! Sonnst will er immer alles ganz genau wissen, wenn ich was vorhabe. "Berufsbedingte Neugier!" wie er es immer nennt. "Neid", wie ich es immer nenne. Aber gestern...‘

Er konnte den Gedanken nicht zu Ende führen, er hatte sein Ziel erreicht, doch stellte sich nun ein neues Problem! Die Parkplatzsituation in Frankfurt ist mindestens genauso bescheiden wie die der Bausstellen. Er stieß einen genervten Seufzer aus. "Donnerstag nachmittag in der großen Stadt! Juchhu! Sieht hier aus, wie vor dem Präsidium, wenn man mal eine halbe Stunde später kommt."
Er folgte den Wegweisern zum nächsten Parkhaus, wo wenigstens ein paar freie Parkplätze auf ihn warteten. Er stellte sein Fahrzeug ab und macht sich zu Fuß auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Was sich bei seinem Orientierungssinn als etwas schwierig heraustellte. Er ist jetzt schon seit etwas mehr als einem Jahr in Frankfurt, und auch in dessen Innenstadt tätig, aber wirklich auskennen tut er sich immer noch nicht. ‚Das kommt halt davon wenn man bei Observierungsmaßnahmen nur das Objekt, nicht die Umgebung im Auge behält.'
Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, das er bereits ein halbe Stunde zu spät war.
Er beschleunigte sein Tempo in die von ihm vermutete Richtung und dacht noch mal an Mac. Es irritierte Oliver doch ein wenig, das er nicht wie sonst nachhakte. Lediglich ein zwischen den Zähnen herausgepresstes "Hm..." kam aus seinem Munde. Und wenn Mac dieser Laune ist, lässt man ihn besser in Ruhe. Diesen Fehler hat am Anfang mal gemacht, das passiert so schnell nicht wieder. "Er ist wohl einfach etwas überarbeitet! Er kann nichts vermuten!"

Seine Richtungswahl stellte sich als richtig heraus, den bereits zwei Straßen weiter fand er die gesuchte "Tapas Bar", das "Tacitos".
Er trat ein, schaute sich kurz um und fand auch schnell wonach er suchte. Kathrin saß bereits an einem Tisch und hatte einen Kaffee bestellt. Sie sah ihn sofort und macht sich bemerkbar. Er ging auf ihren Tisch zu, sie begrüßten und umarmten sich lange und er setzte sich zu ihr. Hinter der großen Scheibe, durch welche man sich den Schnakraum der Bar einsehen konnte, welche nicht sonderlich gefüllt war um diese Uhrzeit, stand auf der anderen Straßenseite Mac und beobachtete das Geschehen.
Er hatte Oliver verfolgt, seit dieser seine Wohnung in Bad Nauheim verlassen hatte. Er machte sich erst Sorgen entdeckt zu werden, doch jemanden auf der Autobahn zu verfolgen ist leicht, auch wenn der Verfolgte die Praktiken beherrscht. Und in der Innenstadt kam ihm Oliver’s Orientierungssinn zu Hilfe. Er war schlicht zu beschäftigt und abgelenkt, als das er Mac bemerken hätte können.
Und das obwohl Mac ihn mit einem Zivilfahrzeug der Abteilung folgte. Also einem Fahrzeug, das Oliver nach anderthalb Jahren im Einsatz eigentlich kennen müsste. Denn offiziell befand sich Mac im Dienst. "Zum Glück überprüft keiner die Fahrtenbücher! Die vielen Kilometer für eine Kurierfahrt würden sonst auffallen."

Mac zweifelte kurz an seinen Fähigkeiten als Ausbilder, doch konzentrierte er sich dann wieder auf das, was er in der Bar sehen konnte.
Sein Blick verfinsterte sich. Er beobachtet ihr Gespräch, die eine oder andere Vertraulichkeit, die offensichtliche Leichtigkeit zu Beginn, die plötzliche Ernsthaftgkeit ein paar Minuten später. Wie er Oliver ihre Hand ergriff... er konnte sie nicht dabei sehen, ein anderes Paar hatte sich zwischenzeitlich in sein Blickfeld an einen Tisch direkt am Fenster gesetzt. Aber was er sah, das reichte ihm. "Du dreckiges Schwein!" Er kochte innerlich, schlug ständig mit der linken Faust gegen die Wand, an der er lehnte.
Ein Passant, der Szene beobachtete sprach ihn an, ob er irgendwelche Problem habe. Doch bevor ihm einige Problem bereiten konnte, wie erd em Passanten entgegenzischte, beobachtete er, wie die beiden in der Bar offenbar bezahlten, aufstanden und das Lokal verließen. Sie gingen ihn Richtung Parkhaus "Hauptwache", in welchem Oliver seinen Wagen abgestellt hatte. Mac hängte sich hinten dran, nicht ohne dem Passanten, welcher ihn verwirrt hinterher sah noch ein "Ist wohl dein Glückstag! Die Reise zum Mars per Arschtritt war dir schon sicher!" entgegen zischte. Der Passant sah ihn erschrocken an, doch da war Mac auch schon los gelaufen.

Doch der Abstand war schon zu groß, die vielen Passanten auf der Straße taten ihr übriges, so verlor er sie binnen kürzester Zeit aus den Augen.
Es beunruhigte ihn aber nicht wirklich, den das es zum Parkhaus ging, war klar, also rannte er dorthin, um ihre Spur wieder aufzunehmen. Seinen Wagen parkte er direkt neben dem Parkhaus auf einer Sperrfläche. Als der Pförtner des Parkhauses in da verscheuchen wollte, zückte Mac den Dienstausweis und erzählte was von einer "wichtigen Aktion", über die er ihm jetzt nicht mehr erzählen darf, aber er wird demnächst davon in der Zeitung lesen können. Das versetzte den Pförtner in solch freudige Erregung, das er ihn natürlich gewähren lies. Er helfe doch immer gern.

"Ja, du wirst davon bald in der Zeitung lesen. Ganz bestimmt." Mac setzte sich in sein Fahrzeug, und rollte ein wenig vor, so dass er die Ausfahrt besser einsehen konnte. "Ich mach dich kalt, du Schwein!" Seine Fingernägel bohrten sich in das Lenkrad, der zorn färbte sein Gesicht rot.

Kathy’s Fahrzeug verließ zuerst das Parkhaus. "Zufällig im selben Parkhaus geparkt. Zufälle gibt’s!" In Mac’s Vorstellung wurden die Bilder, die sich die letzten Tage in seinem Kopf formten immer realer, sein Atem immer schneller.

Oliver kam schon als nächster aus dem Parkhaus.
Mac hatte seinen Blick fest auf die beiden Fahrzuege gerichtet, lies sie ein bis zwei Wagenlängen Vorsprung erarbeiten, gab Gas und fuhr auf die Straße. Dabei übersah er den von rechts kommenden Lastwagen, welcher nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Mac’s Wagen wurde am vorderen rechten Kotflügel erfasst, musste stehenbleiben. Er versuchte den Wagen wieder zu starten, doch da stieg der Lastwagenfahrer aus und brüllte schon: "Du willst doch nicht etwa abhauen!" Mac bemerkte ihn nicht, stieg aber nach zwei weiteren vergeblichen Versuchen den motor zum Laufen zu bringen, aus und und schaute die Straße hinauf. Der typische Brummifahrer, 2m hoch, 2 m breit, baute sich vor ihm auf und schrie ihn an: "Du blödes Arschloch, kannst du nicht aufpassen!" und schob Mac seine Zeigefinger ständig in die Brust. Erst jetzt bemerkte Mac ihn überhaupt. Sah ihn aber nur geistesabwesend an, packte den Zeigefinger und verbog ihn nach hinten, so das der LKW-Fahrer unter Schmerzen in die Knie ging.
"Ruhe, ich bin beschäftigt" Mac sah nur noch Oliver’s Wagen um die Ecke verschwinden.
"Ich mach dich fertig. Und wenn ich fertig bin, wirst du dir wünschen, das ich dich umlege!"
Der LKW-Fahrer riss die Augen noch weiter auf, als vorher schon: "Was?" Angst war in seinem Gesicht zu erkenne. Er dachte es ginge um ihn.
"Hab ich nicht gesagt du sollst ruhig sein?"

Sonntag, 12. Oktober 2008

...los!

"Kansas - Down the road"

Antriebslos. Bocklos. Humorlos. Beschäftigungslos.
Zwecklos. Nix Los!

Das war in Kurzform mein Wochenende!
Wie war's bei euch?

"Kansas - Song for america"

Donnerstag, 9. Oktober 2008

"Once upon a time..." IX: Ein harter Schlag

Heute!

"Scheint dich ja nicht sonderlich zu interessieren?"
Tina schaute Mac verwirrt an. Seine offen zur Schau gestellte Teilnahmslosigkeit bezüglich der neuesten Erkenntnisse überraschte sie doch sehr. Und sie war in dieser Hinsicht viel von ihm gewohnt.


"Hat wohl jemand Mist gebaut, hm??" Er sah sie mit einer Mischung aus Vorwurf und Gleichgültigkeit an.
"Soll das heißen, ich sei jetzt Schuld oder was?"
"Nicht doch!" Mac dachte über sein Worte nicht nach. Sein Gedanken waren voll auf Oliver und die momentan herrschende Situation gerichtet. Sympathien will er heute, wie auch in den letzten zwei Jahren nicht ernten.
Es beschäftigte ihn aber, ohne das es bemerkbar erschien. Er war zur Tatenlosigkeit verdammt . Und er konnte nur warten. Warten auf einen Anruf! Nach zwei Jahren war er so nah dran wie noch nie zuvor. Und dann zum Warten verdammt! Auf die Gnade seiner Nemesis angewiesen zu sein! Er nahm die Falsche Whsikey, und setzte zum Trinken an.


"Ich..." Tina ergriff wieder das Wort , "....nein, wir, also die Führung und ich, haben deine Ausfälle langsam satt. Die Einlage im Verhörraum war der berühmte "letzte Tropfen". Eigentlich müsste ich traurig sein, das es soweit gekommen ist. Aber da du ja selbst keinerlei Selbstachtung mehr zu besitzen scheinst, ist es dir soweiso egal."
Zu ihrer Überraschung drehte Mac sich plötzlich um, und sah sie jetzt doch, wenn auch nur wenig gerührt an.
"Soll ich raten oder spuckst du es gleich aus?" Echtes Interesse klingt irgendwie anders.
"Du bist bis auf weiteres vom Dienst freigestellt." Keine Reaktion. "Dein Waffe und deinen Ausweis nehme ich gleich an mich, da du sie bestimmt nicht ordnungsgemäß abgeben wirst." Sie hohlte Luft, doch Mac unterbrach sie...
"Noch nicht fertig?" Seine Stimme klang nach blankem Hohn.
"Du sollst das Gebäude sofort verlassen. Umgehend. Wenn nicht, wird man dich hinausgeleiten. Man scheint sich sorgen um die Kollegen zu machen. Ich teile im Übrigen mittlerweile diese Einschätzung. Was ist nur mit dir passiert?" Die Worte klangen wie eine Art wütendes Bedauern. Vor ein paar Jahren noch wäre Mac darauf eingegangen, doch heute...


Er stand auf, schnappte seine Lederjacke, welche über dem Stuhl hing, zog sie an, nahm einen kleinen Schluck aus der Flasche und macht sich auf den Weg Richtung Tür.
"Deine Waffe, dein Ausweis!" Sie stellte sich ihm in den Weg
Er grinste. "Du willst mir doch nicht an die Wäsche gehen, oder!" Sprachs, und ging rechts an ihr vorbei.
Tina hatte diese Variante eingeplant. "Ich wußte das es auf die harte Tour machen willst. MIKE!" Mike kam von rechts und stellte sich vor ihm auf. Er überragte Mac um etwa einen halben Kopf, sah zu ihm hinunter.
"Gib Mike deine Sachen. Bitte!"
Mac musste ein Lachen unterdrücken, auch wenn er kurz versucht war, der alten Zeiten willen auf sie zu hören und ihr zu geben, wonach sie verlangt.
Doch Mike, welcher alles tut, sobald die Chefin spricht, riss ihn aus seinen kurzen Überlegungen, indem er Mac die rechte Hand auf die Brsut legte.
"Gib die Sachen raus!" brummte er.
"Das geht überzeugender, oder?" Mac grinste ihn herablassen an. "Kleiner, du weiß doch sonst was gut für dich ist!"
"Du anscheinend..." Weiter kam Mike nicht. Mac packte die Hand auf seiner Brust, und drehte diese blitzschnell unter Zuhilfename aller vorhanden Kräfte auf Mikes Rücken. Mit der rechten Hand hielt er den Arm fest, mit der linken packte Mikes linkes Schulterblatt und schob ihn nach vorne an die nächste Wand. Mike hatte starke Schmerzen und versuchte laut aufzuschreien. Doch da trat Mac ihm schon von hinten in die rechte Kniekehle, zog den Oberkörper mit der linken Hand weiter zu sich heran. In Sekundenbruchteilen hatte Mike sein Gleichgewicht verloren, doch bevor er hinfallen konnte, lies Mac den rechten Arm los, holte aus und schlug mit der rechten Faust, gefolgt von dem rechten Ellenbogen gegen Mike’s Hinterkopf. Durch die wucht des Aufpralles auf den Kopf, wurde dieser nach vorne geschleudert, so dass er gegen die Wand krachte.

Mike hatte Glück. Denn bevor er Schmerzen verspüren konnte war er auch schon bewußtlos und sank zu Boden.

Mac drehte sich zu Tina um. "Sonst noch ein paar tolle Ideen?"
Tina hatte die Hand vor das Gesicht geschlagen und schüttelte resignierend den Kopf. "Verschwinde... ganz schnell!"
Mac grinste immer noch. Sein Puls schlug noch ein der selben Geschwindigkeit wie vor der Aktion. Er zwinkerte ihr noch mal mit dem rechten Auge zu und schritt dann den Gang entlang Richtung Ausgang.
Während dessen verfinsterte sich sein Blick aber recht schnell. Die Köpfe, die aus den Büro‘s herausragten beachtet er nicht. Eingreifen würde keiner. Sie brauchen ihr Gebiss noch, das wusste Mac.
Er holte sein Handy raus und schaltete es auf höchste Lautstärke.
"Will dich doch nicht verpassen!"
Im Fahrstuhl angekommen überlegte er sich einen guten Ort zum Warten. Und dieser fiel ihm auch prompt ein!


FORTSETZUNG FOLGT....