Samstag, 29. November 2008

Igor und ich: Eine "Igelballade"




"Ben Folds - Hiroshima"

'Boah, bin ich müde!' dachte der Nachtwächter nach dem dritten Nachtdienst in Folge, als er sich morgens gegen kurz nach 5 Uhr auf dem Weg nach Hause befand.

'Nur noch 5 Minuten, dann gibts noch ein kleines Frühstück, eine kurze Dusche und dann ab in die Heia...!" Doch da musste er seine Gedanken plötzlich für ein kurzfristiges Bremsmanöver unterbrechen. Mitten auf der Hauptverkehrsstraße von Bad Vilbel - Gronau!

Als das Fahrzeug stand, strahlten die Scheinwerfer direkt in die Augen von Igor, dem Igel.

'Boah, ist das hell!' dachte Igor, der Igel als er direkt in die strahlende Lichter dieses lauten Etwas, das gerade kurz vor ihm zum Stehen kam, blickte. "Tschuldigung! Wenn du komischer Mensch, der um diese Zeit nichts besseres zu tun hast als hier in der Gegend herumzukurven und mich zu blenden, jetzt die Güte hättest mich zu überfahren! Oder lass es auch bleiben, aber hör auf mich zu blenden!"
Igor's Stimme war allerdings so leise, das der Motor von des Nachtwächter's Automobil sie übertönte.

Etwa ein halbe Minute starrte der NW den kleinen Igel an, bevor dieser wieder den Rückzug antrat und wieder auf die Straßenseite zurücklief, von der er gerade gekommen war!

"Doofer Mensch!" stieß Igor aus, als er wieder den Bordstein erreichte. Er tappste wieder auf den Gehweg hianuf, kam allerdings nicht weit, da er direkt auf eine Mauer traf.

"Man, was wird mich die Alte fertigmachen, wenn ich wieder so spät vom Saufen zurückkomme! Und warum glotzt dieser Homo Sapiens eigentlich immer noch hierher? Und was blubbert der da eigentlich da?"

Der NW hatte mittlerweile den Motor abgestellt und die Scheibe runtergefahren. Er beobachtete den Igel, der mittlerwiele die Mauer erreichte und den Gehweg wieder herunterlief.

"Na du Igel! Hast du dich ein klein wenig verlaufen?"
"Sag mal du Trottel: Hast du jemals erlebt, das sich Mensch und Igel unterhalten können?" Igor hielt an, da die Mauer kein Ende nehmen wollte, drehte und lief die Straße wieder hoch. Immer noch beobachtet von dem wachsamen Áugen des NW's. "Siehste, ich auch nicht. Verschwinde!"

"Ich glaube, es wird Zeit für mein "Gute-Tat-des-Tages"! Hm...!" Der NW, stieg aus seinem Auto aus und lief auf Igor zu, der er ihn mißmutig beäugte.
"Was'n nun los! Fass mich ja nicht an. Ich stech zu, das verspreche ich"

Und er hielt Wort. "Au!" stieß der NW hervor, als versuchte Igor vorsichtig in die Hände zu nehmen!
"Hast Angst! Kann ich verstehen. Ich will aber verhindern das du überfahren wirst, deswegen bring ich dich da hinten in das grünbewachsene Feld."

Igor lachte sich ins kleine Fäustchen während er sich zusammenrollte. Doch nicht für lange, denn plötzlich wurde es richtig finster um ihn herum!
"Boah, ist das dunkel" dachte sich der Igel, und geriet dann doch auch noch leicht in Panik, als er plötzlich den Boden unter sich verlor.

"Puller mir jetzt ja nicht in die Jacke, verstanden?", sagte der NW, nachdem er seine Jacke über Igor geworfen hatte, damit er ihn nicht noch einmal stechen konnte. Er trug Igor in sein Auto, legte ihn auf den Beifahrersitz, sorgte dafür das das Radio lautlos blieb, als die Zündung gestartet wurde und fuhr los. "Es sind nur 50 Meter, dann ist alles vorbei!"

Igor wurde leicht panisch, verlies auf "Gedeih' und Verderb'" seine eingekugelte Deckung nicht und versuchte sich in Galgenhumor. "Meine Mutter hat mir verboten mit fremden Menschen mitzufahren!" Doch unter der Jacke verhallten seine igelischen Worte ungehört. "Wenigstens ist es warm hier!"
Doch kaum hatte er eine gemütliche Liegeposition gefunden, wurde auch schon wieder angehoben und weiterverfrachtet. "Sag meiner Alten, das sich sie liebe! Ich konnte ihr das nie sagen!" Igor ging von seinem letzten Stündlein aus, als der NW ihn wieder ablegte, nachdem er sein Auto verlassen hatte, den Igel vom Beifahrersitz nahm und ihn nun am Rand der Grünfläche zu Boden lies.
"So, mein Junge, weiter nehm ich dich nicht mit!" Der NW nahm die Jacke von ihm weg , schüttelte sie aus und ging zurück zu seinem Fahrzeug. "Machs gut, Igel."

Igor riskierte keinen Blick, blieb weiter eingekugelt, auch wenn der erdige Boden unter ihm doch recht vertraut war. 'Wer weiß was dieser Mensch noch vorhat?'

Der NW saß derwiel wieder in seinem PKW, startete den Motor und fuhr los. "So, und jetzt nur noch schlafen!"

Igor, der nach einer kurzen Ewigkeit keine Gefahr mehr witterte, kugelte sich aus, und merkte das niemand mehr da war.
"Dein Glück! Ich hätte dich zurück in die Steinzeit gestochen!" Dann schaute er sich um und trottete weiter. In freudiger Erwartung auf die Standpauke seiner Alten, die ihn zu Hause schon erwartete.

"Ben Folds - Learn to live with what you are"

Mittwoch, 26. November 2008

"Once upon a time..." XIV.1: Die ganze....

Vor 2 Jahren!

Die Großmarkthalle war schon seit geraumer Zeit leer und ungenutzt.
Mac stand mitten in diesem riesigen Raum, und welchem vor einigen Jahren noch reger Handel betrieben wurde, und wartete. Er schaute sich um, überlegte, wie lange hier wohl niemand mehr drin war, abgesehen, von ein paar Obdachlosen, die wohl ab und an hier drinnen Schutz vor Regen suchen.


Er hohlte sein Handy hervor, uns schaute nochmal bei den Nachrichten nach.
"Treffen uns gegen 04:00 Uhr heute nacht in der alten Großmarkthalle. Hab Probleme! Dringend! O."
Er schaute auf die Uhr. 4:14 Uhr. "Zu spät ist er auch noch!"
Doch da öffnete sich die Tür, und Oliver kam herein.
"Entschuldige. Ich hab erst das ganze Areal abgesucht. Wollte sicher gehen das du alleine bist und dir niemand gefolgt ist!" Er wirkte angespannt, gehetzt. Sein Puls schien zu rasen.
"Was ist los? Was hast du denn nun schon wieder angestellt?" Mac lies irgendwie jede Ernsthaftigkeit in seiner Stimme missen, was Oliver nur noch mehr erregte.
"Ich kann auf deinen Sarkasmus verzichten." Er holte wieder tief Luft um sich zu beruhigen, bevor er an fing zu erzählen. "Du wirst es nicht glauben: Die Internen standen heute bei mir im Büro. Behaupteten ich hätte irgendwelche obskuren Geldbeträge auf einem Konto. Sie zeigten mir Kontoauszüge auf meinen Namen. Von einem Konto das ich nicht kenne! Da waren Beträge drauf... über 120.000 Euro.!" Er rang um Fassung, doch hin und wieder verhaspelte er sich. "Angeblich über dunkle Kanäle auf das Konto überwiesen. Angeblich bei den Jungs von der "Organisierten Kriminalität" als Geldwaschanlagen bekannte Firmen. Ich verstehe das alles nicht."
"Und dann? Was machst du dann hier? Eigentlich würde ich vermuten, das du dich in einem Vernehmungsraum befindest und in die Mangel genommen wirst!" Die Verwunderung klang nicht sonderlich überzeugend, was Oliver in seiner Lage aber entging.
"Ich weiß es nicht!" Oliver ging in die Knie, fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare."Als sie mir die Handfesseln anlegen wollten, gingen bei mir alle Lichter aus. Da bin ich durchgedreht. Ich hab mich losgerissen, nach meiner Waffe gegriffen, die sie mir schon abgenommen hatten... und bin abgehauen. Ich muss einen von ihnen schwer verletzt haben, bin aber davon gerannt. Irgendwie hab ich es geschafft mich raus zu schmuggeln, bevor sie das Präsidium abgeriegelt haben. Und dann hab ich dich gerufen! Du mußt mir helfen!" Er sah in Mac flehend an, Tränen standen in seinen Augen, doch er fing sich recht schnell. Mac starrte nur emotionslos auf ihn hinab.
"Was schaust du mich so vorwurfsvoll an?" Oliver versuchte Mac’s Ausdruck zu Interpretieren! "Ich hab keine Ahnung was das für ein Geld ist. Ich kenne diese Firmen nicht!" Er schüttelte wieder und wieder den Kopf, schaute dabei zu Boden.


"Ich schon. Ein paar Freunde von mir haben ihre alten, eigentlich schon lange still gelegten Kontakte genutzt um das Geld auf ein getürktes Konto auf deinen Namen zu überweisen. So wollte ich sichergehen, das sie mitbekommen, woher das Geld kommt. Hat mich immerhin die Hälfte meiner Ersparnisse gekostet." Mac’s Gesicht blieb weiterhin kalt, nahezu eingefroren.
Oliver wiederrum erhob sich aus seiner Hocke und starrte Mac verständnislos an. Sein Blick zeigte Unverständnis.
"Was schaust du mich so verwirrt an? Denkst du ich hätte all mein Geld für dich geopfert?" Er grinste! "Nein, nein... alles gebe ich dann doch nicht auf!"
"Soll das heißen: Das ist dein Geld? Warum...woher...?" Er rang nach Worten, sein Kopf schien beim Verarbeiten dieser Informationen förmlich zu explodieren!
"Naja, wie gesagt: die Hälfte der Ersparnisse, die ich in den letzten Jahren für ein paar gute Tipps kassiert habe. Dafür bekam ich ein paar Informationen über die Konkurrenz und hab meine Festnahmen gemacht, welche mich in meinem zarten Alter bald zum Komissariatsleiter machen werden! Alles für die Karriere und ein abbezahltes Haus." Er zwinkerte Oliver zu als sei das alles ein riesen Spaß.


"Was hat... ich meine wieso...wer...?" Oliver hat sich immer noch nicht gefangen, und hatte Mühe das gerade Gehörte sinnhaft erscheinen zu lassen.
"Du willst wissen von wem? Von allen. Ich hab mich von den Russen, den Italienern, den Deutschen, von allen schmieren lassen. Und dafür gaben sie mir noch Tipps über irgendwelche Emporkömmlinge, die das Geschäft bedrohen. War gar nicht einfach, da nicht in Interessenskonflikte zu kommen!"
Oliver starrte in weiter fassungslos an.


Mac erzählte weiter: "Du willst wissen wie lange? Schon lange bevor ich dich kannte. Ich wollte dich eigentlich mit einbeziehen. Hab‘s mir aber anders überlegt!" Mac’s überhebliche, arrogante Stimme nagte an Oliver’s Nervenkostüm
"Und du willst wahrscheinlich wissen warum? Nun ja, nachdem dich die Interne schon zur Vernehmung vorgeladen hatten, wusste ich das sie eine Spur zu mir haben müssen. Ich musste den Verdacht auf jemand anderen lenken. Das sie neue Erkentnisse hatten, wie du mir so schön mitgeteilt hast, wusste ich die Zeit wird eng. Und da du mit meiner Frau schläfst, war die Wahl für einen Sündenbock doch ganz leicht. Passte gut!"
"Ich mache was?" Diese Aussage übersteigerte Oliver’s Fassungsvermögen.
Mac tat überrascht. "Ich hätte es dir jetzt fast abgekauft! Heimliche Telefonate. Heimliche Treffen. Wäre da nicht einmal dieser Drecks-Lkw gewesen, ich hätte euch wahrscheinlich beim Vögeln erwischt." Mac verlor langsam seine Beherrschung, seine Stimme klang nicht mehr ruhig, sondern laut und erregt. Ein Vulkan, kurz vor dem Ausbruch!


Oliver begriff immer noch nicht. "Du glaubst... ich und Kathrin..." Er schaute nach rechts und versuchte zu begreifen. Er wollte erklären, sich rechtfertigen! Obwohl er nicht so recht wusste wofür. "Ich hab mit ihr gesprochen, ich hab mich mir ihr getroffen... du hast uns überwacht?" die Gedanken in seinm Kopf schlugen Purzelbäume. "Ich hab mich mit ihr getroffen, weil ich mir Sorgen wegen dir gemacht habe. Wegen der Ermittlungen. Ich wollte deine Frau darauf hinweisen, weil ich wusste das es dich belasten wird und du ihr nicht erzählen wirst was los ist. Ich wollte das sie versteht. Aber es wurde immer schlimmer mit dir. Seit.... ja seit ich dir von der Vorladung zum Termin erzählt habe...."
"Quatsch nicht rum, da habt ihr euch schon lange genug getroffen, gibs doch einfach zu. Da hab ich es nur erst mitbekommen. Warum lässt du dein Handy auch bei voller Lautsärke in deiner Tasche liegen. Ich dachte, du hättest etwas bei mir gelernt!"
"Soll das heißen, du willst mein Leben und meine Karriere zerstören, wegen eines Mißverständnisses, das man mit einer einfachen Frag hätte aus der Welt schaffen könne. Weil deine Frau und dein bester Freund sich Sorgen um dich gemacht haben?" Oliver wurde wütend, sein Stimme fester. Er begriff, wenn auch langsam. "Nur weil du dir irgendwelchen Mist eingeredet hast, verzweifelte Kathrin immer mehr. Und wurdest unzugänglich. Deswegen traf sie sich mit mir. Sie wollte nur wissen was los ist. Von dir erhielt sie keine Antwort!"


FORTSETZUNG (in dieser Zeitepoche) FOLGT....

Donnerstag, 20. November 2008

Kung Fu Pa... äh... Baby

"Selig - Glaub mir"

"Du labberst mich an?" :-)



"Selig - Ja"

Montag, 17. November 2008

"Once upon a time..." XIII: Eine tote Frau, zwei zerlegte Karrieren, drei zerstörte Leben

03:55 Uhr!
Es war stockfinster, nur die in der Ferne zu sehenden, einsamen Straßenlaternen zeugten von Leben in diesem Teil der Stadt. Die alte, verlassene Großmarkthalle war immer noch in demselben verwahrlosten Zustand wie vor zwei Jahren, als sie Mac auf einer Trage von Sanitätern getragen verlassen hatte. An eben jenem Morgen vor jetzt gut zwei Jahren.

"Who wants to live forever" fragte ihn Freddie Mercury gerade aus den Boxen seines Autoradios. Die Zigarette in seinem Mund war fast aufgeraucht. 2 Päckchen hatte er seit dem Mittag im Cafe aufgeraucht. 'Das passiert, wenn man mit dem Trinken aufhört!'

Er stand seit fast zwei Stunden hier. Nach dem er im "Tacito’s" noch etwas gegessen hatte, fuhr er noch zum Friedhof um ein paar Blumen auf Kathrin’s Grab zu hinterlegen. Er redete nicht mit ihr. Seit der Halluzination mit dem Foto hatte er Angst das sie antworten könnte. Auch entschuldigen konnte er sich nicht dafür, das er ihr Grab hat doch sehr verkommen lassen. Er starrte es nur eine halbe Stunde lang an und verschwand dann wieder, fuhr ziellos durch die Stadt. Bis eben gegen kurz vor zwei, als er sich vor der Halle aufstellte um zu warten.

03:58 Uhr.
Er zog den Zündschlüssel aus der Zündung und stieg aus. Er zog seine Waffe aus dem Holster und lies das Magazin herausfallen. Den Schlitten zog er ebenfalls zurück, die dabei herausfallende Kugel aus dem Lauf fing er in der Luft und fügte sie wieder dem Magazin zu. Er pustete in das Rohr, sah noch mal hinein, ob es sauber war und nichts die Flugbahn der bald austetenden Kugel aufhalten würde. Dann schob er das Magazin wieder ein, lies den Schlitten wieder nach vorne schnellen, lud sie durch und steckte sie wieder ins sein Gürtelholster.
Seine Augen "scannten" nochmal das Gelände ab, ob Oliver schon irgendwo zu sehen war, aber vergeblich. Also ging er auf die Seiteneingangstür zu um sich schonmal drinnen zu postieren. Er atmete nochmal tief durch und öffnete dann die Tür.


04:00 Uhr.
"Du bist pünktlich!" Olivers Stimme in der Dunkelheit.
Mac war überrascht, kam aber erst hinein und schloss die Tür. Sein Augen suchten in der Dunkelheit nach ihm. Allerdings erfolglos. Doch da wurde es plötzlich hell. Mehrere noch oder wenigstens noch halbwegs funktionierende Stablampem an der Decke erleuchteten den Raum noch ein wenig.
Oliver stand schräg von Mac auf der anderen Seite der Halle, neben dem Sicherungskasten
"Soll das heißen, du warst die ganze Zeit hier, obwohl du wußtest das ich draußen sitze?" Mac versuchte seine Überraschung zu verbergen, bis eben dachte er, das er es wäre, der die "Ruhe weg" hat. Er holte eine Zigarette und das alte "Zippo" hervor. Die Antwort interessierte ihn eigentlich überhaupt nicht.
"Kennst du das Ding noch? War ein Geschenk meines ehemals besten Freundes!" Oliver rührte sich nicht. "Schönen Tag gehabt? Hier in deiner schönen Halle?"


Oliver schlenderte langsam in die Mitte der Halle, fixierte dabei Mac, der immer noch vor der Tür stand und sich vorerst noch nicht bewegt hatte. "Was hast du gedacht wo ich mich rumtreibe? Ich werde gesucht... denkst du, da renn ich da draußen rum und riskiere geschnappt zu werden, bevor ich dir das Herz rausgerissen habe?"
"Du hast Recht, da hätte ich selber drauf kommen können!" Mac hatte sich gefasst, und lief langsam auf Oliver zu. "Wie dumm von mir!" Er zwang sich zu einem Grinsen.
"Ich würde dich ja fragen, was du die letzten 2 Jahre so getrieben hast... aber ehrlich gesagt: Es interessiert mich nicht! Ganz und gar nicht! Wichtig ist, das du hier bist!"
"Dafür weiß ich was du die letzten beiden Jahre getrieben hast! Also der Höhepunkt deiner Show ist wirklich diese Alkoholikernummer. Ausgerechnet du... das die dir das abnehmen! Ausgerechnet du und saufen...."
Mittlerweile erreichten beide das Zentrum der Halle und standen nur noch zwei Armlängen von einander entfernt.
"Hab ich dir zu verdanken."
"Natürlich! Wem sonst? Ich bin ja allem Unglück schuld!" Oliver wirkte nun ein wenig genervt!
"Dank der Kugel die du mir verpaßt hast musste ich Schmerztabletten schlucken. Und die gingen besser zu runter mit Whiskey. Und irgendwann brauchte ich zwar keine Tabletten mehr, aber der Whiskey... der blieb!" Ein sarkastisches Lächeln. "Es hat mir aber nur die Karriere versaut, ich hab den Chefposten nicht bekommen. Man sagte mir, ich hätte von deinen Verfehlungen wissen müssen. war ja schließlich dein Ausbilder. Irgendwie hat alles nicht so geklappt wie es sollte."
"Das hab ich gemerkt, du Schwein! Du hast irgendwie überhaupt nix auf die Reihe bekommen!"
Jetzt wurde Mac doch langsam wütend. "Hättet ihr beide von vorne herein reinen Wein eingeschenkt, es wäre nie soweit gekommen!"
"Was soll die Scheiße?? Es war deine vollkommen unbegründete Eifersucht. Hättest du nur ein einziges Mal was gesagt, wir hätten einen Ausweg gefunden. Aber in deinem kranken Hirn war alles schon verloren. Du hast vollkommen die Kontrolle über dich verloren und uns alle mit in den Abgrund gerissen. Und wofür?? Für Nichts! Nur für deine blühende Fantasie."
Mac fing an zu schreien. "Halt’s Maul. Alles was geschehen ist, hat bei dir seine Wurzeln. Hättest du die Finger von meiner Frau gelassen, wäre sie noch am Leben und wir beide noch Partner." Er lief vor Wut rot an und deutete mit dem Finger auf ihn.
"Zum allerletzten Mal, bevor ich dir deinen Wahn in den Arsch schiebe: Ich hatte nichts mit ihr. Du glaubst wohl mittlerweile die ganze Legende die du aufgebaut hast. Du hast es wohl so oft erzählt, das du selbst dran glaubst, oder was?" Auch Oliver sprach nicht mehr, er brüllte, überschlug sich beinahe
"Ich habe getan was ich tun musste!"
"Und warum?" Oliver riss die Augen weit auf. "Was musstest du tun, das das alles hier rechtfertigt. Zieh doch mal Bilanz. Wir haben eine tote Frau, zwei zerlegte Karrieren, drei zerstörte Leben... und alles nur weil du Paranoia hast!"
"Du bist Schuld das sie Tot ist!" Mac zog seine Waffe aus dem Holster, lies den Arm aber hängen. Er war noch nicht bereit
Oliver platzte der Kragen: "Jetzt reichts..." und rannte auf Mac los....


FORTSETZUNG FOLGT...

Dienstag, 11. November 2008

Ich hab's getan!

"Within temptation - Mother Earth"

















Ich hab den Kampf gegen den Haarausfall aufgegeben!

"Martin Kesici - Losing Game"

Freitag, 7. November 2008

"Once upon a time..." XII: Die Aufklärung

Vor 2 Jahren

Er öffnete seine Augen, doch wirklich was sehen konnte er nicht. Alles war verschwommen, vernebelt.
Mac versuchte seinen kopf zu bewegen. Nur langsam gelang es ihm, nach links zu blicken. Dort, von wo die Helligkeit den Raum erfüllte.
Er hörte in den Raum hinein.. Es piepte etwas. Er wußte nicht was. Seine Arme, sein ganzer Oberkörper und seine Beine waren taub. Er versuchte zu sprechen, aber außer einem bemühten Krächzen bekam er nichts heraus. In seinem Kopf machte sich Panik breit. Panik, die in immer wieder aufstehen lassen wollte, um davon zu laufen. Nur wohin. Er wußte nicht mal wo er war. Geschweige denn wo hin. Und vor allem wie er hier hergekommen war.


Er versuchte sich zu erinnern, was passiert war. Alles war verschwommen, oder nur fragmentarisch. Er sah Oliver, Kathrin, hörte Schüße, Blut... aber es ergab keinen Sinn.
Er versuchte sich an den Kopf zu fassen, schaffte es nicht mal die Hand zu heben. Und unter all dem tauben Gefühl war noch etwas. Ein Schmerz in der rechten Brust. Er war dumpf, fühlte sich ganz weit weg an.
‚Was ist hier los?‘
In diesem Moment stand plötzlich eine junge, etwas kräftigere Frau vor ihm. Sie war in weiß gekleidet, das konnte er noch erkennen. Sie hatte etwas in der Hand, was durch seinen Schleier wie eine Spritze wirkte. Sie führte es in einen Schlauch oder so etwas ein. Dann wurde es wieder dunkel und er verlor das Bewustsein.


Er wußte nicht wie lange er schlief, doch als er erwachte war es immer noch (oder auch schon wieder) hell. Er sah nun viel klarer, wirkte nicht so benebelt. Er erkannte nun weiße Wände, er sah eine Bildschirm, von dem ein Kabel zu seiner Brust führte. Ein Piepen war in rhytmischer Folge zu hören.
Seinen Kopf konnte er jetzt auch etwas besser bewegen, doch von der Schulter abwärts war immer noch keine Bewegung möglich.
"Na endlich, Langschläfer!" Eine vertraute, weibliche Stimme. Er dreht seinen Kopf und konnte in einer Ecke Tina erblicken. Sie kam langsam auf Mac zu, der trotz allem versuchte, sich ein seinem Bett aufzurichten.
"Bleib liegen! Ruh‘ dich aus! Hast genug hinter dir!"
Er sah sie an. Er versuchte wieder in seinen Erinnerungen zu kramen. Doch mehr als nur Erinnerungsfetzen konnte er nicht finden.


"Was ist hier los? Wo ist Kathrin? Was ist mit Oliver.? Warum bin ich hier?..." Er geriet leicht in Rage, da er nicht sofort Antworten auf seine Fragen erhielt!
"Beruhige dich! Der Arzt hat mir gesagt, das du wohl ein paar Lücken haben wirst!" Sie hohlte tief Luft...

"...erzhäl mir gottverdammt nochmal alles!" furh er sie auch schon an. Kraft füllte langsam seinen Körper!
"Okay... Ich geb dir den momentanen Stand der Ermittlungen, obwohl es mich den Kopf kosten kann!"
"Ich kenn‘ das Protokoll! Lass mich damit in Ruhe. Wie lange liege ich eigentlich schon hier?"
"Etwas mehr als eine Woche."
Damit hatte er nicht gerechnet. Eine Woche! Er starrte stur geradeaus und versuchte sich wieder zu erinnern. Immer neuer Erinnerungsfetzen kehrten zurück, doch ergaben sie immer noch kein Ganzes.
"Wir haben dich in der alten, verlassenen Großmarkthalle im Ostend gefunden. Ein Jogger auf der Hanauer Landstraße hatte einen Wagen davonfahren sehen, welcher sich im Schlingerkurs davon bewegt hat. Das kam ihm komisch vor, und als er etwas näher ran ist, sah er ein Blutspur. Er rief die Kollegen von der Schutzpolizei, welche dich dann in der Halle gefunden haben. Der RTW hat dich sofort hierhergebracht, die Not-OP hat dir den Hals gerettet."
"Ich erinnere mich das ich mich mit Oliver dort getroffen hatte. Er wollte sich irgendwo in aller Ruhe treffen. Er hatte Ärger am Hals, sagte er. Den hatte er wirklich. Wußtest du, das dieses Schwein was mit Kathin hatte? Wo ist dieses Miststück überhaupt?"
"Wir haben ein paar Indizien dafür gefunden, als wir sein Haus auf den Kopf gestellt haben und seine Telfonsverbindungen überprüften. Er hat erstaunlich oft mit ihr telefoniert, das fiel uns auf. Aber er hatte noch ganz andere Probleme!" Tina umging das Thema so ungeschickt, das es Mac ja erst recht auffallen musste.
"Wo ist sie?" Seine Stimme klang zorniger, energischer.
Sie schluckte. "Du kannst dich also nicht daran erinnern?"
"Sprich endlich!"
"Sie ist tot! Drei Kugeln in die Brust, aus nächster Nähe. Es tut mir leid..."
Mac war den Tränen nah, doch er riss sich zusammen. "Erzähl mir alles was ihr wißt!"
Erinnerungsschübe durchfuhren Mac’s Gehirn, fügten sich langsam zusammen.
"Du brauchst eine Pause. Ich komme morgen wie...."
"Ich sagte jetzt!" Er kniff die Augen zusammen, sein Stimme wurde zu einem Flüstern. Wenn er nicht ans Bett gefesselt wäre, hätte man Angst vor ihm bekommen können.
"Bist du sicher? Der Arzt meinte, wir sollen eigentlich jede Aufregung vermeiden."
Er antwortete nicht, sah sie nur weiterhin an.
"Ok, wie du willst. Woran erinnerst du dich noch?
Mac dachte nach. "Er war auf der Flucht. Deshalb der abgelegene Ort. Nur wovor....!"
"Vor den Kollegen der Internen. Du weißt ja, das sie an dir dran waren, aber natürlich nichts finden konnten. Die typische Überprüfung vor deiner Beförderung.!"
"Ja ich weiß. Das übliche... und dann. Er war ganz fertig, ich erinnere...." Mac stockte. In seinem Kopf machte es "Peng" Mit einem mal, war der ganze Abend wieder da. Ungeordnet, aber vollständig.
"Was ist?" fragte Tina, der das Stocken natürlich nicht entging.
"Das Schwein hat sie um.... !" Er erschrak. Er schüttelte den kopf und sagte zu Tina: "Nichts, erzähl weiter. Langsam wird ein Bild draus!"


Tina zuckte mit den Achseln. "Du hattest deinen freien Tag, deswegen hast du nichts mitbekommen. Die Kollegen Wolf und Köster von Abteilung V suchten letzte Woche nach ihm. Es wurden natürlich auch wir alle einer oberflächlichen Untersuchung unterzogen, ob dir jemand hilft, was zu verbergen. Du kennst das Spiel ja. Nun ja, und dabei sind sie auf Bankonten gestoßen, welche Beträge in sechstselliger Höhe aufwiesen. Bei der Rückverfolgung ist man dann auf ihn gestossen. Das Geld stammt aus dubiosen Kanälen, die zu ein paar Scheinfirmen führten. Kurz: Schmiergelder. Wahrscheinlich hat er hin und wieder mal ein paar Tipps gegeben. Ist dir da mal irgendwann was aufgefallen?"
"Nein! Ich hatte andere Problem mit ihm, wie ich schon erwähnte.!"
"Ok, das glaub ich gern. Wie bist du denn dahinter gekommen?"
"Ist das jetzt wichtig? Erzähl weiter!"
"Na gut. Wolf und Köster besuchten ihn an deinem freien Tag letzte Woche in seinem Büro, und erklärten ihm was Sache ist. Er stritt ab, geriet völlig aus dem Häuschen. Er verlangte auch nach dir, um mit dir zu sprechen. Das verwährten sie ihm natürlich, deine Ermittlungen liefen natürlich noch, daher kein kontakt, blabla. Er solle sich lieber um sich selbst sorgen. Was er auch tat. Als sie ihm die Handfesseln anlegen wollte, überwältigte er sie und haute ab. Keiner weiß, wie er es aus dem Präsidium rausgeschafft hatte. Wolf und Köster sind stinksauer... naja, Oliver hat ihnen auch übel mitgespielt. Von da an nur noch Vermutungen."


Mac hörte aufmerksam zu, während Tina die Geschichte zusammenzufügen.
"Er hat sich dann wohl mit dir getroffen. Zwischen euch kam es zum Streit, an dessen Ende Kathrin tot war, du schwer verletzt am Boden lagst. Ihm scheinst du aber auch was mitgegeben zu haben, denn wir fanden eine Blutspur auf den Parkplatz vor der Halle. Wir hoffen natürlich, das du da etwas Licht ins Dunkle bringen kannst."


Mac schwieg erstmal für eine lange Zeit. Später erzählte er Tina was vorgefallen war.
"Er wollte sich mit mir treffen, da er Ärger hätte und er etwas Dummes angestellt hätte. Ich dachte, er wolle mir jetzt endlich seine Affäre beichten, also packte ich Kathrin ins Auto um die Sache zu klären. Von der Sache mit der Internen wusste ich ja nichts. Er kam dort dann auch gar nicht dazu, mir was dazu zu sagen, denn ich machte den Beiden gleich vorhalte, das ich alles wüsste. Es kam natürlich zum Streit, in den sich auch Kathrin einmischte. Sie begriffen nicht, woher ich es wusste. Dann wollte Kathrin mir weißmachen, das es vorbei sei, was Oliver nur noch wütender machte. Er zog eine Waffe und schoß auf sie. Ich ging auf ihn los, wir kämpften, doch irgendwann schnappte er wieder seine Waffe und schoß auch auf mich. Warum er es nicht zu Ende brachte weiß ich nicht, und dann bin ich hier aufgewacht."


"Du weißt, das du alles noch in detaillierter Form zu Protokoll geben musst!" Tina setzte das Dienstgesicht auf.
"Jaja... sag mir aber jetzt lieber, wo das Schwein sitzt, damit ich weiß, wo ich hin muss um ihm die Eingeweide herauszureißen!"
"Ich dachte du hättest es mittlerweile verstanden" Sie sah ihn durchdringend an. "Er ist entkommen! Es gibt keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort!"


FORTSETZUNG FOLGT...

Montag, 3. November 2008

Hirschhausen.com

"AppolloFourForty - Krupa"

Wenn Freunde einem dazu raten, mal einfach irgendwohin mitzugehen, was man eigentlich nicht kennt, ist es doch meist (nicht immer!!!) auch so, dass man aufgrund nicht vorhandener Erwartungen doch nur positiv überrascht werden.

So geschehen letzten Donnerstag in Gießen, als ich mit diversen guten Freunden (unter Ihnen wie so oft der Scheibster und der Träger des Lichts) Dr. Eckart von Hirschausens Auftritt aufsuchte, nicht so genau wissend was da auf mich zukommt.

Es sollte sich um einen Comedian/Kabarettisten handeln!
Schön!
Der im realen Leben studierter Arzt ist/war!
Okay!
Was macht man da?
Wenn's gut läuft sitzen und lachen!
Auch gut, nur stand ich jetzt vor dem Problem, ob ich mich vorher schon mal auf die Suche nach etwas auf digitalen Datenträgern und im Internet verbreiteten Videos machen sollte, um mal zu sehen, was der da so macht, oder soll ich es einfach mal lassen und gänzlich unvoreingenommen da ran gehen. Die Karte ist je bereits erworben, ein zurück gibt es nicht mehr.

Ich entschied mich für den Mittelweg und sah mir mal einen kurzen Abschnitt (youtube sei dank!) an. Welcher durchaus Appetit auf mehr machte.

Und enttäuscht wurde ich auch nicht!
Nicht so auf die schnelle, brachialen Lacher aus wie die Kollegen Mittermaier oder Barth, (welche ich auch schon beide live erleben durfte und wo ich mich auch hervorragend unterhalten habe!), eher leiser, sprachlich deutlich ausgewogener.
Was er auch dazu nutzte ein kleines bißchen Lebenshilfe zu leisten, was wohl seinem (zumindest sehr glaubhaft dargestellten) Gutmenschentum zu verdanken ist. Doch selbst diese kleinen "Klugscheißereien" (z. Bsp. aufhören sich mit anderen zu vergleichen, akzeptieren wer man ist!) fügten sich nahtlos in das humoristische Gesamtkonzept ein.

Der Großteil der Witze basiert natürlich auf Hirschausens früheres Berufsleben als Arzt, was auch sehr überzeugend wirkte, da er da ja auch weiß, wovon er spricht. (Tatsächlich hat er nachmittag des Tages sogar noch einen Vortrag in der dortigen Uni gehalten!)

Fazit: Ab und an darf man darauf hören was Freunde empfehlen.
Trotzdem ärgere ich mich zu Tode, das ich an diesem Donnerstag wegen Arbiet nicht zu Jürgen von der Lippe gehen kann. Den Grandseigniuer der Zoten hätte ich gerne mal live erlebt.



"ApolloFourForty - Cold rock the mic"

Sonntag, 26. Oktober 2008

"Once upon a time..." XI: Der Termin

Heute

Mac saß im "Tacitos".
Er hatte beschlossen den Rest des Tages nüchtern zu bleiben und trank eine Cola light mit Eiswürfeln darin. Sein Handy lag neben ihm auf dem Tisch. Er zweifelte nicht im geringsten daran, das Oliver die Nummer noch hatte und es bald klingen würde.


Sein Blick schweifte durch den Raum, er beobachtete die anderen Gäste, wie sie dort saßen und sich unterhielten. Zum Zuhören fehlte ihm allerdings die Konzentrationsfähigkeit.
Seine Augen wanderten langsam nach draußen durch das große Fenster. DAS große Fenster, durch das er die beiden damals beobachtete. Er sah auf die andere Straßenseite, zu der Ecke, hinter der er sich vor 2 Jahren versteckte. Versteckte und beobachtete.
Gedankenverloren tastete er die Lederjacke ab, welche er nicht ausgezogen hatte. "Du blödes Arschloch! Das war meine Lieblingsjacke!" flüsterte er, als er das Einschussloch gefunden hatte. Er grinste schief und schüttelte den Kopf.


Er sah wieder auf den Tisch und die vor ihm liegende Akte. Die "Ermittlungsakte OLIVER SPIEGLER" Er hatte sie beim Verlassen des Polizeipräsidiums noch schnell aus der Aktensammlung gefischt.
Er hatte sie bereits zweimal durchgeblättert, sich auf den vermeintlich neusten Stand gebracht. Zu seiner eigenen Ernüchterung musste er allerdings feststellen, das sein eigener neuester Stand deutlich aktueller war als der der Ermittlungsakte. "Enttäuschende Arbeit, Jungs!" Er hoffte etwas über die letzten zwei Jahre herausfinden zu können, was er nicht schon erfragt hatte. Wie oft war er bei den Jungs vom K11 aufgeschlagen und hatte nachgefragt ob sie etwas neues Wissen? Zumindest im ersten Jahr. Dann zerstörte der Alkohol sein Interesse.
Er hatte immer das Gefühl, das sie ihm etwas verheimlichen, um ihn nicht belasten oder auch um zu verhindern, das er sich zu sehr in die Ermittlungen einmischt. Doch nun musste er erkennen, das sie wirklich nichts erreicht hatten. Oliver hatte es wirklich geschafft, die ganzen zwei Jahre in der Versenkung zu verschwinden. "Genau wie der arme Praktikant bei K11, der jetzt ein klein wenig Ärger hat, da er diese doch immanent wichtige Akte verloren hat. "
Aber ansonsten war die Akte vollständig. Seine Abschlussnoten nach dem Studium, seine Ergebnisse auf der Schießbahn, sein Werdegang innerhalb der "Firma", Auflistungen von Verwandten, Freunden, Vernehmungen, Fotos, Kontoauszüge....


Die Zahlen auf den Kontoauszügen waren verflucht hoch. Auch die Wege, auf denen das Geld auf seinem Konto landete wurden nachvollzogen, und es stellte sich im Laufe der Ermittlungen heraus, das er Gelder aus den verschiedensten und auch dubiosesten Bereichen überwiesen bekam. Und je weiter man forschte, desto klarer wurde, das es letztlich doch immer dieselbe Quelle war. "Ein Verräter auf doppelter Ebene! Wie tief du doch gesunken warst!" Mac grinste immer noch schief und resignierend.
Er blätterte weiter und stieß auf die Foto’s aus der Großmarkthalle. Bilder von Außen, von Innen, von auf dem Boden liegenden Patronenhülsen. Bilder einen toten Frau. Bilder von Kathrin.
Mac sah sich ihr Gesicht an. ‚Sie war schön, wunderschön!‘ Es war ein Foto ihres Gesichtes, mit offenen Augen. Er drehte das Blatt, bis es wirkte als würde sie ihn ansehen. Anklagend. ‚Wie konnte es soweit kommen?‘
‚Weil du es soweit hast kommen lassen!‘ Ihr Augen blinzelten ihn an, ihre Lippen bewegten sich. Vor Schreck lies er die Akte fallen. Er war verstört, schlug sich mit der rechten Hand gegen den Kopf. Er trank einen Schluck und versuchte seinen Puls zu beruhigen.
Die Akte lag auf dem Boden, immer noch auf der selben Seite aufgeschlagen. Kathrin sah zu ihm hinauf, allerdings sprach sie nicht mehr. "Ich halluziniere... jetzt auch schon in nüchternem Zustand!"

Er schüttelte den Kopf, hob die Akte auf und legte sie wieder auf den Tisch, als sein Handy plötzlich klingelte.
Es tat wie immer in der Seele weh, Roger Daltrey beim Intonieren von "Love Reig’o’me" zu unterbrechen. Er klappte das Handy auf...


"Deine Nummer hat sich also nicht geändert!?" Kein Vorgeplänkel, keine Begrüßung. Oliver ging gleich in die Vollen.
"Manche Dinge, sowie auch manche Menschen ändern sich nie!" Mac versuchte im Fokus zu bleiben, sein Konzentration zu bündeln.
Oliver ging nicht darauf ein. "Ich hoffe doch, das wir hier unter uns sprechen?"
"Damit mir jemand nochmal dazwischen funkt, wenn ich dir den Hals umdrehe? Keine Chance. Du gehörst mir allein." Mac flüsterte nur halbherzig, ob ihn jemand hört war ihm eigentlich auch vollkommen egal.
"Ah, versthe... du willst auf Nummer "Sicher" gehen! Das will ich auch!"
"Schön. Also wann und wo?"
"Moment, moment.... Ich hoffe du trinkst keinen Alkohol mehr heute. Deine Fahne war nicht zu ertragen. Und du hattest Probleme mit einem gefesselten Mann. Das wäre dir früher nicht passiert. Ich frage mich, warum ich mich die letzten Jahre auf dich vorbereitet habe." Der Hohn war nicht zu überhören.
Mac verlor langsam die Beherrschung. "Selbst wenn ich komatös am Boden liege, könnte ich dich in Stücke reißen."
"Sehr schön. Dein Kampfgeist ist immer noch ungebrochen. Sehr schön. Da freue ich mich doch auf unsere Zusammenkunft !"
Mac entspannte sich. Er erkannte die Anspielung auf seinen Lieblingsfilm. "Richtig! Es kann nur einen geben!"
"Ganz genau. Es wird langsam zeit, das ich dir zurückzahle was du mir angetan hast." Auch Oliver erreicht mittlerweile seinen Siedepunkt, sein Beherrschung wankte!
"Du gibst mir die Schuld für deine Verfehlungen? Armselig." Mac fühlte "Oberwasser".
"Ich merke schon, wir kommen nicht weit hier. 04:00 Uhr. Dann kannst du dich noch ein wenig ausruhen. Ich will dich in Topform und nüchtern. Den Ort muss ich dir nicht erklären, oder? Die Halle steht immer noch leer."
"Es stimmt also. Es zieht den Täter immer wieder an den Tatort zurück!" Er wollte ihn aus der Reserve locken, ihm seine Ruhe nehmen.
"Halt’s Maul!" ... und es schien zu funktionieren..."Sei einfach da!"
"Wie könnte ich das verpassen?" Mac began ihn zu verhöhnen, doch Oliver legte auf.


Mac war zufrieden. Es lief besser als erhofft. Er hatte seinen Panzer etwas gebrochen. ‚Das könnte heute nacht noch interessant werden‘ war er sich sicher.
Er trank seine Cola leer, bezahlte, klemmte sich die Akte unter den Arm und macht sich auf den Weg zu seinem Auto, welches er im Parkhaus abgestellt hatte.
Im Fahrzeug zog er seine Waffe und die Magazine und überprüfte diese. Alles in Ordnung.
Er klappte noch mal die Akte auf und blätterte sie durch. Bei Kathrins Bildern hielt er wieder inne.
"Tja, Kleines. Klingt nach Finale!" Dieses Mal antwortete sie nicht.


FORTSETZUNG FOLGT....

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Meldung

"Atomic Rooster - Head in the sky"

Ich weiß, hier geschieht momentan nicht allzuviel, und bevor ich mich in ellenlangen Ergüssen darüber auslasse warum das so ist, packe ich es lieber in ein paar kurzen Worten zusammen:

- massig Überstunden
- trotzdem wenig erzählenswertes passiert
- durch Stress auch sehr eingeschränkte Kreativität
- Vorbereitung auf baldige berufliche Veränderungen
- kleine Schreiblockade

Daher auch (höchstwahrscheinlich auch die nächsten 2 - 3 Wochen auch weiterhin nur Kurz- und Bündiges!
Denn wenn ich jetzt aml ein - zwei Wochen pausieren würde, dann würden ganz schnell ein paar Monate daraus werden, und dafür schreib ich dann doch eigentlich etwas zu gern:-)

"Deep Purple - No one came"

Sonntag, 19. Oktober 2008

Strange

"Sting - Fields of gold"

"Sitzen zwei Kühe auf einer Hochspannungsleitung und stricken ein U-boot.
Kommt pötzlich ein fliegendes Pferd vorbei und sagt: Sache gibts!"

"Sting - Fields of gold"

Mittwoch, 15. Oktober 2008

"Once upon a time..." X: Die Innenstadt


Vor Zwei Jahren....

Oliver schaute nochmal auf den Ausdruck in seiner Hand. Die Wegbeschreibung aus dem Internet war eigentlich sehr genau, nur berücksichtigte sie nicht die derzeit überhand nehmenden Baustellen, welche die Fahrten durch die Frankfurter Innenstadt zu einem Abenteuer machten.

"Klasse, auch eine Art seinen freien Tag zu verbringen!"
Größere Aktionen standen in naher Zukunft nicht an, Überstunden hatte er genug zum Abbauen, so das es auch keine Probleme bereitete sich mal von der Arbeit fern zu halten.
‚Hatte Mac etwas mitbekommen?‘ fragt er sich selbst. ‚Er verhielt sich so sonderbar gestern! Sonnst will er immer alles ganz genau wissen, wenn ich was vorhabe. "Berufsbedingte Neugier!" wie er es immer nennt. "Neid", wie ich es immer nenne. Aber gestern...‘

Er konnte den Gedanken nicht zu Ende führen, er hatte sein Ziel erreicht, doch stellte sich nun ein neues Problem! Die Parkplatzsituation in Frankfurt ist mindestens genauso bescheiden wie die der Bausstellen. Er stieß einen genervten Seufzer aus. "Donnerstag nachmittag in der großen Stadt! Juchhu! Sieht hier aus, wie vor dem Präsidium, wenn man mal eine halbe Stunde später kommt."
Er folgte den Wegweisern zum nächsten Parkhaus, wo wenigstens ein paar freie Parkplätze auf ihn warteten. Er stellte sein Fahrzeug ab und macht sich zu Fuß auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Was sich bei seinem Orientierungssinn als etwas schwierig heraustellte. Er ist jetzt schon seit etwas mehr als einem Jahr in Frankfurt, und auch in dessen Innenstadt tätig, aber wirklich auskennen tut er sich immer noch nicht. ‚Das kommt halt davon wenn man bei Observierungsmaßnahmen nur das Objekt, nicht die Umgebung im Auge behält.'
Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, das er bereits ein halbe Stunde zu spät war.
Er beschleunigte sein Tempo in die von ihm vermutete Richtung und dacht noch mal an Mac. Es irritierte Oliver doch ein wenig, das er nicht wie sonst nachhakte. Lediglich ein zwischen den Zähnen herausgepresstes "Hm..." kam aus seinem Munde. Und wenn Mac dieser Laune ist, lässt man ihn besser in Ruhe. Diesen Fehler hat am Anfang mal gemacht, das passiert so schnell nicht wieder. "Er ist wohl einfach etwas überarbeitet! Er kann nichts vermuten!"

Seine Richtungswahl stellte sich als richtig heraus, den bereits zwei Straßen weiter fand er die gesuchte "Tapas Bar", das "Tacitos".
Er trat ein, schaute sich kurz um und fand auch schnell wonach er suchte. Kathrin saß bereits an einem Tisch und hatte einen Kaffee bestellt. Sie sah ihn sofort und macht sich bemerkbar. Er ging auf ihren Tisch zu, sie begrüßten und umarmten sich lange und er setzte sich zu ihr. Hinter der großen Scheibe, durch welche man sich den Schnakraum der Bar einsehen konnte, welche nicht sonderlich gefüllt war um diese Uhrzeit, stand auf der anderen Straßenseite Mac und beobachtete das Geschehen.
Er hatte Oliver verfolgt, seit dieser seine Wohnung in Bad Nauheim verlassen hatte. Er machte sich erst Sorgen entdeckt zu werden, doch jemanden auf der Autobahn zu verfolgen ist leicht, auch wenn der Verfolgte die Praktiken beherrscht. Und in der Innenstadt kam ihm Oliver’s Orientierungssinn zu Hilfe. Er war schlicht zu beschäftigt und abgelenkt, als das er Mac bemerken hätte können.
Und das obwohl Mac ihn mit einem Zivilfahrzeug der Abteilung folgte. Also einem Fahrzeug, das Oliver nach anderthalb Jahren im Einsatz eigentlich kennen müsste. Denn offiziell befand sich Mac im Dienst. "Zum Glück überprüft keiner die Fahrtenbücher! Die vielen Kilometer für eine Kurierfahrt würden sonst auffallen."

Mac zweifelte kurz an seinen Fähigkeiten als Ausbilder, doch konzentrierte er sich dann wieder auf das, was er in der Bar sehen konnte.
Sein Blick verfinsterte sich. Er beobachtet ihr Gespräch, die eine oder andere Vertraulichkeit, die offensichtliche Leichtigkeit zu Beginn, die plötzliche Ernsthaftgkeit ein paar Minuten später. Wie er Oliver ihre Hand ergriff... er konnte sie nicht dabei sehen, ein anderes Paar hatte sich zwischenzeitlich in sein Blickfeld an einen Tisch direkt am Fenster gesetzt. Aber was er sah, das reichte ihm. "Du dreckiges Schwein!" Er kochte innerlich, schlug ständig mit der linken Faust gegen die Wand, an der er lehnte.
Ein Passant, der Szene beobachtete sprach ihn an, ob er irgendwelche Problem habe. Doch bevor ihm einige Problem bereiten konnte, wie erd em Passanten entgegenzischte, beobachtete er, wie die beiden in der Bar offenbar bezahlten, aufstanden und das Lokal verließen. Sie gingen ihn Richtung Parkhaus "Hauptwache", in welchem Oliver seinen Wagen abgestellt hatte. Mac hängte sich hinten dran, nicht ohne dem Passanten, welcher ihn verwirrt hinterher sah noch ein "Ist wohl dein Glückstag! Die Reise zum Mars per Arschtritt war dir schon sicher!" entgegen zischte. Der Passant sah ihn erschrocken an, doch da war Mac auch schon los gelaufen.

Doch der Abstand war schon zu groß, die vielen Passanten auf der Straße taten ihr übriges, so verlor er sie binnen kürzester Zeit aus den Augen.
Es beunruhigte ihn aber nicht wirklich, den das es zum Parkhaus ging, war klar, also rannte er dorthin, um ihre Spur wieder aufzunehmen. Seinen Wagen parkte er direkt neben dem Parkhaus auf einer Sperrfläche. Als der Pförtner des Parkhauses in da verscheuchen wollte, zückte Mac den Dienstausweis und erzählte was von einer "wichtigen Aktion", über die er ihm jetzt nicht mehr erzählen darf, aber er wird demnächst davon in der Zeitung lesen können. Das versetzte den Pförtner in solch freudige Erregung, das er ihn natürlich gewähren lies. Er helfe doch immer gern.

"Ja, du wirst davon bald in der Zeitung lesen. Ganz bestimmt." Mac setzte sich in sein Fahrzeug, und rollte ein wenig vor, so dass er die Ausfahrt besser einsehen konnte. "Ich mach dich kalt, du Schwein!" Seine Fingernägel bohrten sich in das Lenkrad, der zorn färbte sein Gesicht rot.

Kathy’s Fahrzeug verließ zuerst das Parkhaus. "Zufällig im selben Parkhaus geparkt. Zufälle gibt’s!" In Mac’s Vorstellung wurden die Bilder, die sich die letzten Tage in seinem Kopf formten immer realer, sein Atem immer schneller.

Oliver kam schon als nächster aus dem Parkhaus.
Mac hatte seinen Blick fest auf die beiden Fahrzuege gerichtet, lies sie ein bis zwei Wagenlängen Vorsprung erarbeiten, gab Gas und fuhr auf die Straße. Dabei übersah er den von rechts kommenden Lastwagen, welcher nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Mac’s Wagen wurde am vorderen rechten Kotflügel erfasst, musste stehenbleiben. Er versuchte den Wagen wieder zu starten, doch da stieg der Lastwagenfahrer aus und brüllte schon: "Du willst doch nicht etwa abhauen!" Mac bemerkte ihn nicht, stieg aber nach zwei weiteren vergeblichen Versuchen den motor zum Laufen zu bringen, aus und und schaute die Straße hinauf. Der typische Brummifahrer, 2m hoch, 2 m breit, baute sich vor ihm auf und schrie ihn an: "Du blödes Arschloch, kannst du nicht aufpassen!" und schob Mac seine Zeigefinger ständig in die Brust. Erst jetzt bemerkte Mac ihn überhaupt. Sah ihn aber nur geistesabwesend an, packte den Zeigefinger und verbog ihn nach hinten, so das der LKW-Fahrer unter Schmerzen in die Knie ging.
"Ruhe, ich bin beschäftigt" Mac sah nur noch Oliver’s Wagen um die Ecke verschwinden.
"Ich mach dich fertig. Und wenn ich fertig bin, wirst du dir wünschen, das ich dich umlege!"
Der LKW-Fahrer riss die Augen noch weiter auf, als vorher schon: "Was?" Angst war in seinem Gesicht zu erkenne. Er dachte es ginge um ihn.
"Hab ich nicht gesagt du sollst ruhig sein?"

Sonntag, 12. Oktober 2008

...los!

"Kansas - Down the road"

Antriebslos. Bocklos. Humorlos. Beschäftigungslos.
Zwecklos. Nix Los!

Das war in Kurzform mein Wochenende!
Wie war's bei euch?

"Kansas - Song for america"

Donnerstag, 9. Oktober 2008

"Once upon a time..." IX: Ein harter Schlag

Heute!

"Scheint dich ja nicht sonderlich zu interessieren?"
Tina schaute Mac verwirrt an. Seine offen zur Schau gestellte Teilnahmslosigkeit bezüglich der neuesten Erkenntnisse überraschte sie doch sehr. Und sie war in dieser Hinsicht viel von ihm gewohnt.


"Hat wohl jemand Mist gebaut, hm??" Er sah sie mit einer Mischung aus Vorwurf und Gleichgültigkeit an.
"Soll das heißen, ich sei jetzt Schuld oder was?"
"Nicht doch!" Mac dachte über sein Worte nicht nach. Sein Gedanken waren voll auf Oliver und die momentan herrschende Situation gerichtet. Sympathien will er heute, wie auch in den letzten zwei Jahren nicht ernten.
Es beschäftigte ihn aber, ohne das es bemerkbar erschien. Er war zur Tatenlosigkeit verdammt . Und er konnte nur warten. Warten auf einen Anruf! Nach zwei Jahren war er so nah dran wie noch nie zuvor. Und dann zum Warten verdammt! Auf die Gnade seiner Nemesis angewiesen zu sein! Er nahm die Falsche Whsikey, und setzte zum Trinken an.


"Ich..." Tina ergriff wieder das Wort , "....nein, wir, also die Führung und ich, haben deine Ausfälle langsam satt. Die Einlage im Verhörraum war der berühmte "letzte Tropfen". Eigentlich müsste ich traurig sein, das es soweit gekommen ist. Aber da du ja selbst keinerlei Selbstachtung mehr zu besitzen scheinst, ist es dir soweiso egal."
Zu ihrer Überraschung drehte Mac sich plötzlich um, und sah sie jetzt doch, wenn auch nur wenig gerührt an.
"Soll ich raten oder spuckst du es gleich aus?" Echtes Interesse klingt irgendwie anders.
"Du bist bis auf weiteres vom Dienst freigestellt." Keine Reaktion. "Dein Waffe und deinen Ausweis nehme ich gleich an mich, da du sie bestimmt nicht ordnungsgemäß abgeben wirst." Sie hohlte Luft, doch Mac unterbrach sie...
"Noch nicht fertig?" Seine Stimme klang nach blankem Hohn.
"Du sollst das Gebäude sofort verlassen. Umgehend. Wenn nicht, wird man dich hinausgeleiten. Man scheint sich sorgen um die Kollegen zu machen. Ich teile im Übrigen mittlerweile diese Einschätzung. Was ist nur mit dir passiert?" Die Worte klangen wie eine Art wütendes Bedauern. Vor ein paar Jahren noch wäre Mac darauf eingegangen, doch heute...


Er stand auf, schnappte seine Lederjacke, welche über dem Stuhl hing, zog sie an, nahm einen kleinen Schluck aus der Flasche und macht sich auf den Weg Richtung Tür.
"Deine Waffe, dein Ausweis!" Sie stellte sich ihm in den Weg
Er grinste. "Du willst mir doch nicht an die Wäsche gehen, oder!" Sprachs, und ging rechts an ihr vorbei.
Tina hatte diese Variante eingeplant. "Ich wußte das es auf die harte Tour machen willst. MIKE!" Mike kam von rechts und stellte sich vor ihm auf. Er überragte Mac um etwa einen halben Kopf, sah zu ihm hinunter.
"Gib Mike deine Sachen. Bitte!"
Mac musste ein Lachen unterdrücken, auch wenn er kurz versucht war, der alten Zeiten willen auf sie zu hören und ihr zu geben, wonach sie verlangt.
Doch Mike, welcher alles tut, sobald die Chefin spricht, riss ihn aus seinen kurzen Überlegungen, indem er Mac die rechte Hand auf die Brsut legte.
"Gib die Sachen raus!" brummte er.
"Das geht überzeugender, oder?" Mac grinste ihn herablassen an. "Kleiner, du weiß doch sonst was gut für dich ist!"
"Du anscheinend..." Weiter kam Mike nicht. Mac packte die Hand auf seiner Brust, und drehte diese blitzschnell unter Zuhilfename aller vorhanden Kräfte auf Mikes Rücken. Mit der rechten Hand hielt er den Arm fest, mit der linken packte Mikes linkes Schulterblatt und schob ihn nach vorne an die nächste Wand. Mike hatte starke Schmerzen und versuchte laut aufzuschreien. Doch da trat Mac ihm schon von hinten in die rechte Kniekehle, zog den Oberkörper mit der linken Hand weiter zu sich heran. In Sekundenbruchteilen hatte Mike sein Gleichgewicht verloren, doch bevor er hinfallen konnte, lies Mac den rechten Arm los, holte aus und schlug mit der rechten Faust, gefolgt von dem rechten Ellenbogen gegen Mike’s Hinterkopf. Durch die wucht des Aufpralles auf den Kopf, wurde dieser nach vorne geschleudert, so dass er gegen die Wand krachte.

Mike hatte Glück. Denn bevor er Schmerzen verspüren konnte war er auch schon bewußtlos und sank zu Boden.

Mac drehte sich zu Tina um. "Sonst noch ein paar tolle Ideen?"
Tina hatte die Hand vor das Gesicht geschlagen und schüttelte resignierend den Kopf. "Verschwinde... ganz schnell!"
Mac grinste immer noch. Sein Puls schlug noch ein der selben Geschwindigkeit wie vor der Aktion. Er zwinkerte ihr noch mal mit dem rechten Auge zu und schritt dann den Gang entlang Richtung Ausgang.
Während dessen verfinsterte sich sein Blick aber recht schnell. Die Köpfe, die aus den Büro‘s herausragten beachtet er nicht. Eingreifen würde keiner. Sie brauchen ihr Gebiss noch, das wusste Mac.
Er holte sein Handy raus und schaltete es auf höchste Lautstärke.
"Will dich doch nicht verpassen!"
Im Fahrstuhl angekommen überlegte er sich einen guten Ort zum Warten. Und dieser fiel ihm auch prompt ein!


FORTSETZUNG FOLGT....

Montag, 6. Oktober 2008

"Put your hands up in the air..."

"Enigma - Why!..."


Dreimal dürft ihr raten, an welchem Finger ich mir eine Entzündung zugezogen habe, so dass ich ihn mir im Krankenhaus habe aufkratzen lassen dürfen und zwei Tage frei auf "gelben Schein" hatte!

(Das Rote ist im übrigen kein durchgeweichtes Blut oder ähnliches. Eine Kollegin hatte das dringende Bedürfnis sich auf meinem Verband zu verewigen. Nur leider konnte wir uns nicht auf einen Stift einigen!)

"Enigma - The Child in us"

Donnerstag, 2. Oktober 2008

"Once upon a time..." VIII : Eine offensichtliche Lüge


Etwa 2 Jahre zuvor....

"Und was wurde aus deinem Termin bei der Internen? Haben sie dich über mich ausgefragt?"
"Ist ausgefallen, bzw. auf unbestimmt Zeit verschoben? Angeblich gab es neue Erkenntnisse, die erst überprüft werden müßten. Aber ob es dabei um dich geht oder etwas anderes, das weiß ich bis heute nicht!"


Mac und Oliver saßen gemeinsam in der Kantine zum Frühstücken.
Oliver rührte gerade in seinem Kaffee als Mac in fragte:"Neue Erkenntnisse? Also dann kann es wirklich nicht um mich gegangen sein. Außer hier Papierkram erledigt, trainiert und mit meiner Frau geschlafen hab ich in letzter Zeit nicht viel gemacht." Mac biss vergnügt in sein Frühstückshörnchen.
"Was weiß ich! Ist mir auch mittlerweile scheiß egal! Ich warte einfach ab. Was steht heute noch an, hab ja die Frühbesprechung verpasst?"
"Du und deine nächtlichen Unternehmungen! Ich würde sagen wir bereiten schon mal alles für die Aktion nächste Woche vor, und wenn noch etwas Zeit bleibt, gehen wir noch in die Sportha...."

Mac wurde durch Oliver's Handy Klingelton, die Titelmelodie der Cop-Serie "The Shield" unterbrochen. Er schaute auf das Handy und verzog die Mundwinkel.
"Du entschuldigst mich kurz?" Oliver wartete die Antwort gar nicht erst ab und stand auf, drehte sich um du ging.
"Natürlich!" sprach Mac mehr zu sich selbst. "Wir haben ja neuerdings Geheimnisse!" Er verdrehte dabie die Augen und nahm einen Schluck aus seiner Tasse.
Oliver hörte ihn schon gar nicht mehr.
Mac biss wieder in sein Hörnchen. Er beobachtete Oliver weiter, und bemerkte des öfteren seine Blicke zu ihm.
Mac schüttelte kaum merklich seinen Kopf. "War ich denn so ein schlechter Lehrer? Es ist schon verwunderlich, das du bei einer Obs noch nicht erwischt wurdest" flüsterte er zu sich selbst, während er etwas schwarzen Tee in seine Tasse nachgoß.


Oliver kehrte nach etwa 2 Minute wieder zum Tisch zurück.
"Entschuldige... die Frauen. Ich hab dir doch von der Kleinen aus dem "Pookie’s" erzählt, die ich am Wochenende kennengelernt habe?! Seit ein paar Tagen ruft sie ständig an und erzählt was von den ganz großen Gefühlen. Naja.... Anfangs war das ja noch ganz süß, mittlerweile nervt es. Ich hol‘ noch Nachschlag, willst du auch was?"
"Danke nein!" Mac sah ihn ausdruckslos an.
"Ok, starr dann aber meine Sachen dann nicht so an, du verfressener Hund!" Er grinste, steckte sein Handy, das er noch in der Hand hielt in die über den Stuhl hängende Jacke und ging zur Theke, welche sich am anderen Ende des Raumes befand.
Mac sah ihm nach, bis Oliver an der Auslage angekommen war und sich wie immer nicht so recht entscheiden konnte. Er fischte das Handy aus Oliver’s Jackentasche. Er suchte die eingegangenen Anrufe, um die Nummer des letzten Anrufes abzulesen.
Es war eine Mischung aus Genugtuung , weil er Recht hatte und stechendem Schmerz. Wieder ihre Nummer! Er fühlte Bestätigung, Verrat, Enttäuschung. Die ganze Gefühlspalette stürzte auf ihn nieder. Sein Atem wurde schwer. Er musste um Fassung ringen, um nicht quer durch den Raum zu rennen und Oliver’s Gesicht durch die Theke zu arbeiten.


Er erinnerte sich an die Sporthalle, als Oliver wiederkam, und Mac ihn auf den Anruf hinwies. Er verschwieg, das er die Nummer gesehen und erkannt hatte. Wahrscheinlich gab es eine Erklärung dafür. Und als guter Freund, würde er diese auch bieten können.
Doch Oliver antwortete nur knapp, nachdem er sein Handy überprüft hatte: "Mein Bruder. Geht wahrscheinlich wieder mal um Hilfe beim Hausbau!"
Mac kämpfte damals schon um Fassung, denn ihm war nicht bekannt, das Marius, Olivers Bruder mit Kathy’s Handy telefoniert. Warum er ihn nicht auf die Wahrheit angesprochen hat, weiß Mac nicht. Er hoffte immer noch auf Aufklärung in den nächsten Tagen, welche jedoch nie kam.
Auch zu Hause bei Kathy erwähnte er nichts. Er überprüfte auch ihr Handy, und wie bei Oliver fühlte er sich ganz schäbig dabei, ihre Telefonate zu überprüfen. Bei ihr fand er nichts. Entweder war sie eine bessere Spurenverwischerin, oder es gab nicht zu verwischen. Er versuchte nicht darüber nachzudenken, auch wenn die Denkmaschine unaufhörlich rannte. Er hat keine Geburtstag in nächster Zeit, also keine Überraschungsparty’s oder ähnliches harmloses. Er zermarterte sich das Hirn, bekam aber keine plausible Erklärung. Nur eine, und die gefiel ihm nicht. Überhaupt nicht. Er wollte fragen, doch fürchtete er sich vor der Antwort, bzw. davor, sich komplett zum Affen zu machen. Er wollte es laufen lassen und abwarten.
Doch jetzt wieder ein Anruf. Und wieder eine Ausrede. Und wieder keine logische Erklärung. Es machte ihn langsam verrückt.


Oliver kehrte mit zwei Muffins zurück, und legte einen vor Mac auf den Tisch.
"Ich wollte keinen, du erinnerst dich!" Mac hatte seine Fassung gerade rechtzeitig wieder erlangt.
"Ach Quatsch. Ich kenn‘ dich doch. Außerdem hast du mir schon soviel gegeben, da kann ich auch mal was zurückgeben!" Er lächelte.
‚Mein Freund, so haben wir nicht gewettet!‘ dachte Mac

"Wird Zeit das du langsam einsiehst!" sagte Mac. Und zerbröselte den Muffin beinahe, als er ihn aufnahm.
"Wie sieht‘s heute abend eigentlich mit Kino aus? So wie letzte Woche ausgemacht." Mac war bemüht, jeden Unterton in seiner Stimme zu unterbinden.

"Oö... hmm... nun ja, eigentlich gerne, aber hab ich nicht erwähnt, das ich mich mit meinem Bruder treffe! Darum ging es bei dem Anruf." Überzeugend klang er nicht, fand Mac und verschlang mit schneller Frequenz seinen Muffin.
Mac sah ihn durchdringend, aber auch verwundert an. "Ok!" war seine knappe Entgegnung!
Oliver stand plötzlich auf. "Ich mach mich noch kurz auf zu Christian, bei der Spusi. Wollte ihn mal wieder besuchen. Bin dann in einer halben Stunde da, dann können wir loslegen. Bis gleich dann!"
Und verschwand.
"Ok!" Mac sah ihm nach. Bevor er sich irgendwelchen Grübeleien hingeben konnte, ertönte sein Handyklingelton für eine SMS.
Seine Frau:
"Wenn du heute erst nach 18:00 Uhr fertig wirst, sehen wir uns erst morgen. Treff mich noch mit Jule! HDL Kathy!"
"Na so ein Zufall!" Mac nahm seine Teetasse, doch er griff sofest zu, das der Henkel abbrach.


FORTSETZUNG FOLGT....

Dienstag, 30. September 2008

Ninja

"Elbow - Grounds for divorce"

"Eins, zwei, drei, für Ochs am Berg?"

Kennt das auch jemand aus seiner Schulzeit?




"Farin Urlaub Racing Team - Nichimgriff"

Freitag, 26. September 2008

Dead Man Walking (Teil 1) oder: Warum wir in Köln, keine Kölner trafen?

"Every breath you take - The Police"

Dieses Jahr kam es gleich mehrfach. Zumindest häufiger als im letzten Jahr. Und wer weiß was nächstes Jahr kommt. Es werden von Jahr zu Jahr immer mehr, die dieser Seuche zum Opfer fallen, und irgendwann wird keiner mehr übrig sein... außer mir, der sich dann vorkommen wird wie Vincent Price in "Last Man on earth" (oder wahlweise auch Charlton Heston in "Der Omega-Mann" oder Will Smith in "I am Legend", je nach Sehgewohnheit).

Nach und nach fallen sie alle dieser Seuche namens Hochzeit zum Opfer und suchen ihr Heil in Heirat, Ehe und Kinder...
Es sei ihnen gegönnt!

Lange Rede kurzer Sinn: Die Frequenz der Hochzeiten in meinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis ist wirklich exorbitant hoch in diesem Jahr. Aber darum soll es jetzt auch überhaupt nicht gehen. (Fast) jedem Einzelnen wünsche ich alles Glück dieser Erde, damit sie die Sonnenseite des Lebens nie verlassen mögen.

Aber vor die Hochzeit haben die Freunde des Bräutigams den Jungesellenabschied gesteckt, welcher mich vor gar nicht allzulanger Zeit mal für einen Abend nach Köln verfrachtet hat.
Ein guter Freund, der C. meinte nämlich, das es nach 2einhalb Kindern so langsam aber sicher mal an der Zeit wäre (also noch bevor das Dritte dem Mutterbauch entspringt und noch bevor das bereits im Bau befindliche Haus im Frühjahr nächsten Jahres fertig ist) sich und der Mutter seiner Kinder einen Ring an den Finger zu stecken. Wurde aber auch langsam Zeit!

So schmissen wir den Ehemann in Spe eines Samtagnachmittags mal aus den Federn, da er gerade seine zweite Nachtschicht hinter sich gebracht hatte. (Genau, ebenfalls ein Nachtwächter!)
Verdutzt und vollkommen überrannt steckten wir, die heiligen vier Verabschieder, ihn in sein Kostüm, und waren froh das wir bei dem kurzen Lederrock, dem wir ihm überstülpten, die richtige Größe getroffen hatten. (Nein, keine Bilder hier... ich möchte das C. und ich Freunde bleiben!)
Ab ins Auto und auf nach Köln, denn keine Reise war uns zu weit, um zu verhindern, das der Gute im nahegelegenen Mainz (wo wir ihn zuerst hinschleppen wollten) doch noch auf irgendwelche Leute trifft, die ihn in irgendwelche Schwulitäten bringen.
Außerdem muss er ja von nun an soweiso "Blut und Wasser" schwitzen das sein kleiner, ca. 4 Jahre alter Sohnemann jetzt im Kindergarten erzählen wird, das sein Papa daheim mit Frauenkleidern rumläuft! (Sofern er seinen Papa überhaupt erkannt hat, ich zweifel da noch aufgrund der Reaktion des Kleinen noch!)

So verfrachteten wir ihn ins Auto und ab ging es auf die Autobahn...

Lesen sie im nächsten Teil, warum man schlafende Nonnen nicht wecken sollte und meine Geografiekentnisse noch schlechter sind als gesund wäre zuzugeben!

"Dido - Don't leave home"

Samstag, 20. September 2008

"Once upon a time..." VII: Die Wut

Heute

Mac war wieder in seinem Büro, lehnte an seinem Schreibtisch, die geöffnete Flasche "Jacky" direkt neben ihm, für jeden sichtbar. Sein Puls raste, sein Herz schlug ihm bis zum Hals.
Er setzte sich, stand wieder auf, lief im Raum umher, nippte immer wieder an dem Glas, das den "Jack Daniel's" beherbergte und dachte nach. Zumindest versuchte er es, denn das Durcheinander in seinem Kopf, die Erinnerungsfetzen welche sich jetzt ständig mit dem eben erlebten mischten, verhinderten, das sein Gedanken zur Ruhe kamen.
Erst das dritte oder vierte Glas senkte seinen Puls ein wenig!


Kollege Michael Henk, kurz Mike, schob seine Kopf vorsichtig ins Büro und fragte, ob alles in Ordnung sei.
Mac gab keine Antwort. Er sah ihn nur mit zusammengekniffenen Augen an, die klar machten, das er nicht gestört werden möchte.
Mike wußte was die Stunde geschlagen hatte. Er zog es vor, den taktischen Rückzug anzutreten und Mac in Ruhe zu lassen. Der Letzte, der Mac in diesem Zustand zu lange auf die Nerven ging, war danach 2 Wochen im Krankenhaus. Und Mac musste sich eine neue Kneipe suchen.


Er ging zum Schrank und hohlte seine Sporttasche hervor. Er überprüfte den Inhalt auf Vollständigkeit, da es schon eine ganze Weile her war, seit er sie gepackt hatte. "Sehr schön, alles da!"
Er trat hinaus auf den Gang und warf die Sporttasche über die Schulter. Auf seinem Weg zur Sporthalle wagte ebenfalls niemand ihn anzusprechen. Außer Tina, welche sich ihm in den Weg stellte.
"Wir müssen uns unterhalten!"
"Nicht jetzt, später..." Er schob sich an ihr vorbei.
"Nein, jetzt!" setzte sie energisch nach.
Doch er war schon vorbei und überhörte sie einfach. Er ging einfach unbeirrt weiter!

"Du sollst stehen bleiben!"
Er verließ die Abteilung ohne sich umzudrehen und verschwand schnell im Fahrstuhl. Tina lief ihm schnell hinter, doch stand nur noch vor sich schließenden Fahrstuhltüren.
"Verdammt!" schrie sie den Gang entlang, und trat mit ihrem rechten Fuß gegen die Wand.

Mac drückte auf den Knopf für das 2. Untergeschoss, in welcher sich die Präsidiumeigene Sporthalle befindet.
Er zog sich in der Umkleide um und schaute nach ob im Kraftraum der Sandsack noch hing. Normalerweise steht der Raum ja nur den Spezialeinheiten zur Verfügung. Aber das war Mac jetzt auch egal.

Er war noch da.
Mac stellte sich vor ihm auf und began ihn mit Händen, Fäusten, Ellenbogen, Füßen und Knien zu traktieren. Ohne Unterlaß schlug er auf das Trainingsgerät ein, kam nicht zur Ruhe. Eine halbe Stunde lang ging das so, bevor er verschwitzt und erschöpft (auch seine Sauftour der voran gegangenen Nacht leistete ihren Beitrag!) zusammensank. Seine Lunge pumpte, er bekam kaum Luft. Er konzentrierte sich auf seinen Atem, verlangsamte seinen Puls und versuchte an nichts zu denken.
Sein Handgelenke schmerzten und der Schweiß lief ihm über das Gesicht. aber er fühlte sich ein wenig befreit.

Nach einiger Zeit raffte er sich wieder auf, ging unter die Dusche, zog seine Klamotten an und machte sich wieder auf den Weg zurück in sein Büro.
Er fühlte sich gut. Irgendwie erfrischt. Seine Wut hatte sich etwas entladen, den Alkohol hatte er größtenteils herausgeschwitzt, nur der mangelnde Schlaf machte ihm noch etwas zu schaffen. Doch das war seiner Ansicht nach zu vernachlässigen. ‚Darin hab ich Übung!"

Übung hatte er auch darin, sich relativ unbemerkt in sein Büro zu schleichen. Tina wollte er jetzt nicht begegnen, denn was sie zu sagen hatte, war ihm schon jetzt klar!

In seinem Büro stellte er die Sporttasche ab und griff mit dem nächsten Handgriff direkt zu der noch auf dem Tisch stehenden Flasche Whiskey. Er schüttete sich ein Glas ein und führte es zu den Lippen, als das Telefon klingelte. Die Rufnummererkennung zeigte eine Nummer von außerhalb an. Widerwillig nahm er den Hörer mit der rechten Hand ab. Das Glas in der Linken lies er fallen, als er SEINE Stimme am anderen Ende der Leitung hörte.
"Wir sollten unser Gespräch von vorhin noch beenden! Aber diesmal besser alleine!" Oliver’s Stimme klang kalt.
Mac erlangte in kürzester Zeit die Fassung wieder, umklammerte den Hörer ganz fest. "Das sollten wir, da geb ich dir Recht. Ich war ja schließlich noch nicht ganz fertig mit dir."
"Ich weiß! Wir haben da noch einiges zu klären!"
Die gerade erlangte Ruhe von Mac war wie weggeblasen: "Ich werde dich ausradieren, zertreten wie ein lästiges kleines Insekt. Aber nicht nur einfach töten oder verletzen... ich werde dich bestrafen und leiden lassen!"
"Versuch es... ich bin nicht mehr derselbe wie damals. So leicht wirst du es heutzutage nicht mehr haben. Aber wichtiger ist eigentlich das wir Beide uns mal unterhalten. Da führt kein Weg dran vorbei!" Oliver klang immer noch ruhig und gefühllos, auch ein Hauch von Überheblichkeit war zu spüren.
"Wo und wann?" Mac rang um Fassung um nicht sinnlos in den Hörer zu brüllen. Sein Zorn kannte keine Grenzen.
"Die Örtlichkeit bleibt dieselbe. Du verstehst??"
"Natürlich verstehe ich! Wann?"
"Ich gebe dir noch Bescheid!" Oliver legte auf!
Mac ebenfalls und schaute aus dem Fenster. Er versuchte seinen Puls zu senken, schloss seine Augen, atmete tief ein und aus.


Plötzlich wurde ohne Klopfen die Tür geöffnet und Tina stürzte hinein.
"Er ist während des Transportes geflohen!" platze es aus ihr heraus. "Da diese beiden Anfänger ihm die Handfesseln wieder vorne angelegt haben, konnte er sie überwältigen und abhauen. Die Fahndung läuft und...."
Mac rührte sich nicht, drehte sich nicht um, schaute sie nicht an.
Tina war irritiert: "Was ist los? KIümmert dich das denn überhaupt nicht?"
Mac schnappte sich die neben ihm stehende Flasche, drehte sich um, sah ihr in ihre blauen Augen und nahm einen großen Schluck.


FORTSETZUNG FOLGT...

Mittwoch, 17. September 2008

So muss das sein!

"Quiet riot - Cum on feel the noise"

Ob ich verdient habe oder nicht, das sollen andere entscheiden.

Fakt ist, das ich soeben befördert wurde, trotzdem noch dieselbe Arbeit verrichte, die damit anhängige Gehaltserhöhung aber natürlich trotzdem mit Dank angenommen habe!

Wer freut sich mit mir?

"Black Sabbath - Iron man"

Idee

"David Gilmour - This heaven"

Ich glaube, morgen, übermorgen, oder am Samstag schreib ich mal wieder was!
Ja, das ist eine gute Idee!

"David Gilmour - This heaven"